Dienstag, 25. Juli 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - der Teint

Die 60er Jahre werden zwar wieder etwas bunter, es wird allerdings lange nicht so dick aufgetragen wie in den 20er und v.a. in den 30er Jahren. Insbesondere der Teint bleibt natürlich. Im Vergleich zu den 40er und 50er Jahren hat sich beim Make-up auch nicht groß etwas verändert: für gewöhnlich wird zunächst eine leicht lila getönte Veilchencreme aufgetragen, die dem Teint diesen fantastischen Glow verleiht, den man aus alten Filmen und von alten Bildern kennt. Darüber folgen Foundation und Puder dazwischen und danach außerdem diverse Abdeck- und Konturierungsarbeiten, abgeschlossen mit einem Hauch von Rouge.

Auch der Teint der 60er Jahre lässt sich damit leicht mit heutigen Mitteln nachschminken. Veilchencreme gibt es zwar heute noch, allerdings nicht mehr mit der natürlichen leichten lila Tönung, diese wird heute gerne chemisch entfernt. Dafür gibt es aber Primer, mit genau der richtigen lila Tönung. Ansonsten reichen unsere ganz gewöhnlichen Make-up-Produkte aus Drogerie und Parfümerie um sich  den Teint ganz im Stile der 60er Jahre zu schminken. Mein Teintprogramm habe ich euch einschließlich lila Primer bereits schon einmal zusammengestellt:
Lilis kleine Malstunde - Der Primer
Lilis kleine Malstunde - Die Grundierung
Lilis kleine Malstunde - Konturieren und Kaschieren


Sonntag, 23. Juli 2017

Bayrische Kuchl - G'müas: Schwammerl mit Knödeln

Schwammerl mit Knödeln, im Münchner Raum eher als Rahmschwammerl bekannt, sind das vegetarische Standardgericht auf der gutbayrischen Speisekarte. Schlicht formuliert handelt es sich bei diesem Gericht um einen Semmelknödel, der in reichlich Schwammerlsauce serviert wird. Und: ich liebe es! (^.^) Nachdem Erna Horn einmal mehr sparsam mit den Mengenangaben ist, gibt es einmal mehr das Familienrezept. Zuvor jedoch noch ein kurzes Wort zu den Schwammerln:
"Schwammerl" ist nicht der bayrische Sammelbegriff für alle Pilze; das wäre definitiv auch ziemlich dumm, immerhin gibt es mehr als nur Schwammpilze. "Schwammerl" ist bayisch für "Steinpilz". Und nur dann, wenn in der Sauce ausschließlich Steinpilze sind, sind es die Original Rahmschwammerl. Meist jedoch bekommt man die billigeren Pfifferlinge (zu bayrisch "Reherl") als "Rahmschwammerl" serviert. Das schmeckt zwar auch, entspricht aber nicht dem bayrischen Originalrezept. Korrekterweise müsste es "Semmelknödel in Pfifferlingsauce Rahmschwammerl Art" heißen, das Rezept ist aber nicht geschützt, daher kann man zumindest Touristen viel unterjubeln. Ich habe für euch auf jeden Fall das Original mit Steinpilzen:

Das Semmelknödelrezept findet ihr hier (Zur Erleichterung für die weniger geübten Köche, baue ich die Arbeitsschritthinweise für die Semmelknödel als Klammervermerke mit in das Rezept ein, damit beides gleichzeitig fertig ist)

Für die Sauce:
30 g Butter
1 Zwiebel
250 g frische Steinpilze
1 EL Mehl
250 ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
1 EL Zitronensaft
100 g Sauerrahm

(den Semmelknödelteig ansetzen)
Die Zwiebel schälen und hacken, die Steinpilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
(die ausgeformten Semmelknödel in das kochende Wasser einlegen)
Die Butter zerlassen und die Zwiebel darin anschwitzen. Nun die Steinpilze zugeben und solange mitschwitzen, bis die gesamte Flüssigkeit verdampft ist.  Das Mehl darüberstäuben und etwas anrösten, mit der brühe ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen und 10 Minuten köcheln lassen.

Nun den Zitronensaft zugeben, mit dem Sauerrahm binden, noch etwas einreduzieren lassen und zusammen mit dem Semmelknödel anrichten.

Bayrische Kuchl - Rindfleisch: geräucherte Ochsenzunge mit Portweinsauce

Ich kann mich aus meiner Kindheit dunkel an Zunge, allerdings Schweinezunge erinnern, die ich damals wirklich gerne gegessen habe. Daher habe ich mich wirklich auf die Umsetzung des Rezepts gefreut, gerade auch, weil die Servierempfehlung lautete, man solle die Zunge auf Kartoffelbrei anrichten und bei Kartoffelbrei kann ich definitiv nicht widerstehen. (^.^)

Die geräucherte Ochsenzunge war grundsätzlich nicht schwer in der Zubereitung, angerichtet sieht es wirklich lecker aus, aber geschmacklich und insbesondere die Konsistenz der Zunge: igitt! Selbst mein Mann, der eigentlich ein sehr genügsamer Esser ist, hat die Zunge nicht aufgegessen, kurzum: ich erspare euch das Rezept, der Versuch war definitiv nichts.

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Teigwaren

Bei dem Begriff "Teigwaren" denke ich als aller erstes an klassische italienische Pasta, was vermutlich vor allem an meinen persönlichen Präferenzen liegt, denn eigentlich zählen zu den Teigwaren auch Eiernudeln, Spätzle, Knödel, Nockerl (" eine bayrische Verballhornung von "Gnocci"), Maultaschen und so weiter und so fort.

Erfreulicherweise gibt es bei Teigwaren nicht sonderlich viel zu beachten, lediglich zur Lagerhaltung habe ich einige wenige Hinweise für euch:

Frischprodukte, also nicht getrocknete Teigwaren, sind im Kühlschrank gelagert nur wenige Tage haltbar. Als Faustregel gilt: je mehr Eier, desto kürzer die Haltbarkeit. Wer seine Frischteigwaren als Fertigprodukt im Supermarkt kauft, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass zur Haltbarmachung keine chemischen Konservierungsstoffe (insb. Sorbinsäure, E200) zugesetzt wurden. Besser als fertig kaufen, ist aber immer selbst machen, gerade bei Teigwaren, ist das wirklich sehr anspruchslos, das kann wirklich jeder. (^.^)

Getrocknete Teigwaren ohne Ei, luftig, trocken und bei Raumtemperatur gelagert, sind mindestens drei Jahre haltbar; Vollkornbprodukte und Teigwaren mit Ei immerhin ca. 1 Jahr.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Bayrische Kuchl - Süße Beilagen zum Fleisch: Ingwerbirnen

Ich hatte es an anderer Stelle bereits erwähnt; durch die Lage Bayerns in Europa waren schon früh exotische Gewürze und Zutaten verfügbar, so auch beim Ingwer, der in Bayern am liebsten in der Kombination süß-scharf gegessen wird, so wie bei den Ingwerbirnen, die gerne als Beilage zu Rindfleisch oder Wild serviert werden.

So gehts - für 4 Gläser à 500 ml:
60 g Ingwer
1500 g Zucker
750 ml Wasser
250 ml Essig
1500 g Birnen

Den Ingwer schälen und fein reiben. Den Zucker mit dem Wasser, dem Essig und dem Ingwer ca. 20 Minuten knapp unter dem Siedepunkt köcheln lassen.
Die Birnen waschen, putzen schälen, vierteln und das Kerngehäuse ausschneiden. Die Birnen in den Zuckersirup geben und ca. 30 Minuten kurz unter dem Siedepunkt köcheln lassen. Die Birnen im Sud über Nacht abkühlen lassen.
Die Gläser vorbereiten. Die Birnen auf die Gläser verteilen, den Sud nochmal sprudelnd aufkochen, auf die Gläser verteilen und die Gläser sofort verschließen.

Bayrische Kuchl - Kartoffeln: Bruckprügel

Ich bin ja nun ein richtiger Fan von Kartoffelteigspeisen. Bruckprügel kannte ich bisher nicht und war wirklich gespannt auf diese Rezeptvariante, bei der der Kartoffelteig in eine Auflaufform kommt, mit Schmand übergossen und im Ofen wie ein Auflauf gebacken wird. Geschmacklich waren die Bruckprügel dann aber doch ziemlich widerlich. Das gibts nicht nochmal und da braucht es ehrlicherweise auch kein Rezept, weil: bäh...

Bayrische Kuchl - Kartoffeln: Der Kartoffelteig

Der Kartoffelteig ist kein eigentliches Rezept, sondern viel mehr ein Grundrezept, das aber so essentiell in der bayrischen Küche ist, dass ich mich heute einem Grundrezeptbeitrag widme, zu dem sich Erna Horn einmal wieder ausschweigt, sie beschränkt sich auf Histörchen, ich biete dafür unser Familienrezept und eine Tatsache: in Bayern werden Kartoffeln nicht so gerne "pur" gegessen, zumindest nicht, wenn man in die traditionelle bayrische Küche blickt. Das, was wir heute als Pellkartoffeln bundesweit essen, war im erntereichen Bayern "Saufuader" (ja zu hochdeutsch ist das wirklich "Schweinefutter"), Kartoffeln kamen allenfalls "veredelt" also verarbeitet und verfeinert auf den Tisch. Nicht umsonst sagt noch heute der sprichwörtliche gestandene Bayer: freilich esse ich Kartoffeln, wenn sie vorher die Sau gefressen hat und dann als Braten auf den Tisch kommt. Aber kommen wir nun zum Kartoffelteig (^.^) (ob Erna wohl mit der Zeit doch abfärbt?)

1 kg mehlig kochende Kartoffeln
150 g Mehl
2 Eier
Salz
Muskat
30 g Butterschmalz

Die Kartoffeln in der Schale kochen bzw. dämpfen, pellen und heiß durch die Kartoffelpresse drücken. Die durchgepressten Kartoffeln abkühlen lassen und zwar so locker und ausgebreitet als nur möglich (am besten direkt auf der Arbeitsfläche).

100 g des Mehls über die Kartoffeln geben. Eier, Salz und Muskat in einer Schüssel verrühren und unter die Kartoffeln heben. Das restliche Mehl zum Kartoffelteig geben und mit einer Teigkarte oder den Händen zu einem glatten Teig zusammendrücken. Wichtig dabei: der Teig darf nicht geknetet sondern nur gedrückt werden.

Der fertige Teig muss nun nur noch nach Wunsch ausgeformt und zubereitet werden.

Bayrische Kuchl - G'müas: Zwiebeleier

Die Zwiebeleier sind wieder so ein Gericht, bei dem ich mich frage, was das unter der Rubrik "Gemüse" zu suchen hat, denn eigentlich sind Zwiebeleier nur eine Rühreispielart, wenn auch mit reichlich Zwiebeln. Aber gut, man muss nicht alles verstehen. Erst recht nicht, wenns schmeckt. (^.^)

Für 2 Personen:
4 Zwiebeln
6 Eier
20 g Butterschmalz
Salz
Pfeffer

Die Zwiebeln schälen in Ringe schneiden und im zerlassenen Butterschmalz anrösten. Die Eier verquirlen, salzen und pfeffern und über die Zwiebeln gießen. Die Eimasse stocken lassen und die Zwiebeleier schmecken lassen. Ja, manchmal kann gutes so einfach sein. (^.^)

Dienstag, 11. Juli 2017

Mein Capsule Wardrobe für den Sommer

Der zweite Versuch mit dem Capsule Wardrobe klappt schon deutlich besser, es geht also in eine weitere Runde. (^.^) Ich habe nun gelernt, dass ich maximal zwei Farben in meinem Caspule Wardrobe haben darf, die idealerweise auch miteinander kombinierbar sind, das macht das kombinieren in Summe leichter, ich entscheide mich für rot und blau. Zudem ziehen jetzt auch 3 Taschen in meinen Capsule Wardrobe ein: ich habe nämlich festgestellt: 6 Paar Schuhe reichen auch und auf zwei weitere Kleidungsstücke kann ich durch die Farbvorauswahl ebenfalls verzichten. Dennoch habe ich auch in dieser Saison die klassische Anzahl von 37 Kleidungsstücken in meinem Capsule Wardrobe für meine Businessgarderobe. So sieht es aus:

Bayrische Kuchl - Geflügel: gefülltes Sonntagshendl

Ein gefülltes Hendl ist quasi ein Zwei-in-Eins-Gericht, man hat Fleisch und Sättigungsbeilage in einem. Und: es geht eigentlich ganz leicht zuzubereiten, sofern man ein brauchbares Rezept hat, welches Erna Horn leider nicht liefert, aber ich will mal nicht so sein, und krame in der Familienkiste:

1 Hendl (Hähnchen)
Salz
Pfeffer
75 g Butter
2 Eier Petersilie
50 g Pilze
50 g Schinken
50 g Emmentaler
50 g Semmelbrösel
Rosmarin
1 kleine Zwiebel
1 Karotte


Den Ofen auf 220° C Ober-Unterhitze vorheizen. Das Hendl innen und außen mit kaltem Wasser abspülen, trocken tupfen und die Flügel hinter dem Rücken verschränken (Sie verbrennen sonst beim Braten).Innen und außen mit Salz und Pfeffer würzen.

Für die Füllung Pilze und Schinken fein hacken, den Emmentaler reiben und die Petersilie hacken. Nun 25 g der Butter, 2 Eier, Petersilie, Pilze, Schinken, Käse, Semmelbrösel und Rosmarin mit etwas Salz und Pfeffer verkneten und das Hendl damit füllen.

Die Zwiebel schälen und würfeln, die Karotte schälen und in Scheiben schneiden, die restliche Butter zerlassen.
Das Hendl mit der Brust nach unten in einen Bräter legen, Zwiebel und Karotte zugeben und das Hendl mit der Hälfte der zerlassenen Butter übergießen. Nun das ganze ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene braten.
Nun das Hendl wenden, mit der restlichen Butter beträufeln, einen Schluck heißes Wasser in den Bräter gießen und das ganze in weiteren 30 Minuten gar braten. Sollte nun die Haut noch nicht den gewünschten Bräunungsgrad erreicht haben, kann man noch kurz den Grill zuschalten.
Anschließend das Hendl im ausgeschalteten Ofen noch einige Minuten ruhen lassen, tranchieren und genießen.

Bayrische Kuchl - Süße Beilagen zum Fleisch: gepfeffertes Apfelmus

Beim gepfefferten Apfelmus ist der Name Programm: es ist (stark) gepfeffertes Apfelmus. Dafür wird schlicht und ergreifend idealerweise ungesüßtes Apfelmus stark gepfeffert. Was nun so nach Nouvelle Cuisine klingt, ist in wahrheit ein wirklich altes Rezept. (^.^) Man reicht gepfeffertes Apfelmus zu Rindfleisch oder Wild und es schmeckt, nun ja, ungewohnt, aber irgendwie doch richtig lecker. Mal was anderes als die ewigen Preiselbeeren. Und schnell gemacht ist es noch dazu. (^.^)

Bayrische Kuchl - Saucen: Dill-Rahm-Sauce

Die Dill-Rahm-Sauce ist herrlich einfach zu machen, recht viel mehr als Dill und Rahm, also Sahne, ist nämlich nicht drin. (^.^) Ok, die Sauce wird am Ende noch mit Salz abgeschmeckt, das ist es dann aber schon. Aber dennoch, nochmal im Detail:

250 ml Sahne
1 Bund Dill
Salz

Die Sahne in einem Topf erhitzen, den Dill waschen und hacken, das ganze mit Salz abschmecken und genießen; am besten zu Gemüse- oder Fischgerichten. (^.^) Ja, manchmal kann es tatsächlich so einfach sein.

Bayrische Kuchl - Saucen

Saucen sind eine verhältnismäßig neue Erfindung, schließlich brauchte es erst die Entwicklung vom Bratspieß hin zum geschlossenen Ofenrohr, um das was wir heute Sauce nennen herstellen zu können. Daher finden sich in alten Kochbüchern kaum Saucenrezepte. Die wenigen Rezepte die sich für eine "Eintauch", so wie Saucen in Bayern genannt werden, in Zeiten vor dem Ofen entwickelt haben, sind eher Dip denn Sauce. Und anders als heute unterstreichen sie nicht den Geschmack des Hauptgangs sondern kontrastieren vielmehr dazu.
Erna Horn überliefert einige wenige alte Saucenrezepte, die ich nun nach und nach durchprobieren werde. Seid also einmal mehr gespannt. (^.^)

Freitag, 7. Juli 2017

Bayrische Kuchl - Wurst: Die Weißwurst

Keine Wurst ist so sehr mit der Stadt München verbunden wie es die Münchner Weißwurst ist. Der Legende nach am 18. Februar 1857 im Wirtshaus "Zum ewigen Licht" am Marienplatz erfunden, gibt es dennoch schon deutlich frühere Belege, die in München die Weißwurst nachweisen. Aber so lange es den Touristen gefällt und das "Ewige Licht", das es heute noch gibt, ordentlich Umsatz macht, spielt das wohl nur für Historiker eine wirklich wichtige Rolle. (^.^)

Man könnte nun meinen dass Wurst heiß machen nicht so schwer sein kann, warum also - außer der traditionellen Bedeutung wegen - gibt es in Erna Horns Kochbuch ein "Rezept" zum Weißwurstkochen?
Zunächst: Erna Horn geht auf das Kochen gar nicht ein, sie beschränkt sich auf das freie Nacherzählen des Legendchens. Dann: Wewißwurstkochen ist schwerer als man meint. Der dünne Darm der Wurst verzeiht nämlich kaum was, man hat schneller Brätsuppe statt Wurst als man glauben möchte, weil die Dinger wirklich schnell platzen. Weißwürste dürfen nie kochen, vielmehr werden sie in exakt 70° C warmem Wasser für 15 Minuten erwärmt. Ist das Wasser zu heiß, lässt sich der Darm nicht mehr ordentlich lösen, ist es zu kalt, zieht die Wurst nicht durch.

Serviert werden Weißwürste immer im Kochwasser, da sie ansonsten schnell gräulich oxidieren und auch ebenso schnell anfangen seltsam zu schmecken; wer es stilecht mag, serviert in einem speziellen Weißwursttopf. Entnommen werden die Weißwürste immer einzeln, nie paarweise. Dazu gibt es Brezn, Hausmachersenf und - wer es um die Tageszeit schon mag - ein Weißbier (ich bevorzuge ja ehrlicherweise Wasser). Und ja, die Tageszeit ist wichtig: Weißwürste dürfen das Mittagsläuten der Kirchenglocken (also 12 Uhr) nicht hören. Das liegt daran, dass Weißwürste roh sind, das Brät verdirbt schnell. Das ist heutzutage aufgrund der strengeren Hygienevorschriften zwar kaum mehr ein Problem, dennoch halten wir Münchner an unserer alten Tradition fest, dass Weißwürste nicht nach 12:00 Uhr gegessen werden. Und à propos München: selbstredend, dass die Original Münchner Weißwurst allein nur auf dem Stadtgebiet der Stadt München hergestellt wird, nicht in Erding, nicht in Dachau und auch nicht in Fürstenfeldbruck, das Original ist aus München.

Aber kommen wir nun zum Essen, denn auch dort gibt es reichlich Fallstricke. Ja, man könnte die Weißwurst auch mit Haut essen; das machen wir aber nicht - daran erkennt man den Preußen (Preuße ist in Bayern übrigens alles was nicht Bayer ist, soviel dann auch zur Genauigkeit). Die Weißwurst wird auch nicht der Länge nach aufgeschnitten und die Haut abgezogen, auch daran erkennt man den Preußen. Vielmehr gibt es genau zwei Möglichkeiten eine Weißwurst zu essen, an denen man den echten Münchner erkennt: in den Vierteln Transisaria, also in den Vorstädten, den traditionellen Arbeiter- und Dienstbotenvierteln, wird die Weißwurst gezuzelt, soll heißen, man nuckelt den Inhalt der Wurst aus dem Darm. Im richtigen München links der Isar und insbesondere in den bürgerlichen Stadtteilen dort, wird die Weißwurst mit Besteck gegessen, indem man ein Stück nicht ganz durchschneidet, in das Brät stricht und den Inhalt aus dem Darm dreht.
Bliebe jetzt noch zu sagen: Mahlzeit. (^.^)

Mittwoch, 5. Juli 2017

Nähen für Fortgeschrittene - Vichy-Bluse

Da ist Vichy schon die zweite Saison ganz furchtbar im Trend und ich kann nirgendwo eine schlichte, klassisch geschnittene Vichy-Bluse auftreiben. Alles was es an Blusen gibt, ist wahlweise langweilig oder zu trachtig. Ich hätte aber wirklich gerne eine Vichy-Bluse, weil Vichy insbesondere auch in den 50ern ein riesen Modethema war, so dass ich einmal mehr zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hätte. Immerhin werden die Reproshops auch immer mehr Faschingsshop denn dass sie tatsächlich gute Reproduktionen anbieten würden.

Tja... was also tun? Nun ja: selbst nähen natürlich. Erfreulicherweise ist wenigstens das Angebot an schönen Vichy-Stoffen reichlich. (^.^) Ich entscheide mich für "meine" Farbe, rot, und habe außerdem eine Bluse griffbereit, von der ich das Muster abnehmen werde. Mit dem Unterschied: meine neue Bluse wird kragen- und ärmellos um den Freizeitlook der 1950er Jahre besser aufzugreifen. (^.^) Nachdem das Abnehmen eines Blusenschnittmusters von einer vorhandenen Bluse ziemlich kompliziert ist und ich hier auch mehr nach dem Prinzip "Versuch und Irrtum" arbeite, zeige ich euch die Grundsätze des Schnittmusterabnehmens an einem anderen Beispiel. Ich nutze die Vichy-Bluse aber, um eich zu Zeigen wie man Hals- und Armausschnitte sowie Blenden arbeitet. (^.^)

Samstag, 1. Juli 2017

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XXIII



Seit gestern ist die 23. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich und dieses Mal wird es hochsommerlich. Es gibt frische Obstrezepte, Mode mit Obst, die Sommerfarbe Gelb, Tipps für ein fabelhaftes Picknick und  ein Portrait zur wunderbaren Carmen Miranda. "Zwei Apfelsinen im Haar und an der Hüfte Bananen..." (^.^)

Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Donnerstag, 15. Juni 2017

Häkelmuster - Tripplestäbchen

Für unser heutiges Häkelmuster werden drei einfache Stäbchen und drei Luftmaschen im Wechsel gehäkelt, wobei die Stäbchen jeweils in die Luftmaschenbögen zwischengestochen werden::

Freitag, 2. Juni 2017

Bayrische Kuchl - Nachspeisen

Nachdem mich seit einigen Tagen ein ausgeprägter Süßhunger verfolgt, habe ich mal eben beschlossen, mich in der nächsten zeit nun auch endlich den bayrischen Nachspeisen zu widmen. Bayern hatte in der Geschichte zwei Grundvoraussetzungen für besonders feine Nachspeisenkrationen erfüllt:die auch in historische Zeiten weitverbreitete Milchwirtschaft lieferte den Grundstock, die geographische Lage am Schnittpunkt diverser Fernhandelsstraßen lieferte die Zutaten zur Verfeinerung. Kein Wunder also, dass die bayrische Küche auch reichlich Desserts hervorgebracht hat, die zumindest am Sonntag nach dem Hauptgang gereicht wurden. Ich bin nun gespannt auf das Nachkochen, die meisteen der Rezepte kenne ich allenfalls dem Namen nach, aber wenn es süß ist, ist es auf jeden Fall schon mal nicht falsch. (^.^)

Montag, 29. Mai 2017

Stricken für Anfänger: Unser fünftes Projekt - ein Raglanpullover

Raglan ist keine bestimmt Art zu stricken, sondern vielmehr eine bestimmte Ausschnitt- bzw. Ärmelform. Ein Raglanärmel verläuft über die Schulter bis zum Kragen, wobei die Ärmelnähte diagonal in die Kragennaht verlaufen. Benannt wurde diese Ärmelform nach dem einarmigen Lord Raglan (1788-1855), der einen Mantel mit eben solchen Ärmeln besaß, was ihm das Anziehen erleichterte. Heute sind Raglanärmel bevorzugt in der sportlichen Mode zu finden, insbesondere schlichte Jersey-Oberteile gibt es häufig mit (farblich kontrastierenden) Raglanärmeln.

Raglan ist allerdings auch nahezu perfekt zu Stricken, zumindest für all jene, die nicht gerne zusammennähen und dazu gehöre auf jeden Fall ich. (^.^) Strickt man Raglan schrägen in Strickeinzelteile, ist es nur eine besondere Form des Armausschnitts und wird im Grunde nicht anders gearbeitet, als jeder andere Armausschnitt auch; er sieht nur anders aus. Strickt man Raglan allerdings in Runden, kann man Pullover ohne auch nur eine einzige Naht stricken! Und genau das machen wir die nächste Zeit auch: wir stricken einen Pullover in einem Stück. Ich muss dabei zugeben - so sehr ich auf Kleidung und Mode fixiert bin - so sehr vernachlässige ich meine "Zuhause-Garderobe". Im Grunde trage ich nur irgendwelches altes Zeug auf, das würde ich aber gerne zeitnah ändern, ich will mich nicht immer schämen müssen, wenn ich Paket- oder Pizzaboten die Tür öffne. Daher fangen wir doch mit einem gut sitzenden, schönen Kuschelpulli an. (^.^)

Freitag, 26. Mai 2017

Bayrische Kuchl - Torten und Kuchen: Münchner Apfeltorte

Die Münchner Apfeltorte kannte ich bis dato nicht. Auch optisch ist sie nicht wirklich gelungen, aber sie ist wirklich immens lecker. (^.^) Beim nächsten Mal werde ich die Torte allerdings mit einem deckenderen Zuckerguss, wie einem Eiweißguss überziehen, das macht es dann auch optisch gleich nochmal ansprechender. (^.^) Denn: diese Torte gibt es sicher wieder!

150 g Butter
3 Eier
200 g Zucker
1 TL Zimt
1 Prise Selz
250 g Mehl
200 g Speisestärke
1 Packung Backpulver
200 g Sauerrahm
1000 ml Apfelmus (möglichst dickflüssig)
1 EL Zitronensaft
1 Fläschchen Arrakaroma
150 g Puderzucker
2 EL Zitronensaft

Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen.
Die Butter glatt rühren. Eier, Zucker, Zimt und Salz zugeben und zu einer Schaummasse rühren. Mehl, Seisestärke und Backpulver darübersieben und mit dem Sauerrahm unterheben, so dass ein zähflüssiger Teig entsteht.

Aus dem Teig werden nacheinander in jeweils ca. 20 Minuten 4 Böden gebacken. Die Böden gut abkühlen lassen.
Das Apfelmus mit dem Zitronensaft und dem Arrakaroma verrühren. Einen Tortenboden auf eine Tortenplatte legen und mit einem Tortenring umspannen. ein Dritten des Apfelmuses auf dem Boden verteilen, den zweiten Boden auflegen, wieder ein Drittel des Apfelmuses darauf verteilen, den dritten Boden auflegen und den Rest Apfelmus darauf verstreichen. Die letzte Tortenplatte auflegen und die Torte einige Zeit - am besten über Nacht durchziehen lassen. Die Tortenböden saugen sich so quasi voll mit dem Apfelmus, was die Torte nicht nur aromatisch, sondern auch besonders saftig macht.
Den Puderzucker sieben, mit dem Zitronensaft glatt rühren die Torte damit überziehen,




Dienstag, 23. Mai 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Kartoffeln

Kartoffeln sind vermutlich des Deutschen liebste Beilage, Grund genug also, ihr einen eigenen Beitrag zu widmen. Allein in Deutschland gibt es an die 200 Kartoffelsorten, die sich in Form, Farbe, Erntezeitpunkt, Kocheigenschaften und Geschmack unterscheiden - etwas viel also, um dies in einem einzigen Blogbeitrag zu behandeln. Ich beschränke mich daher auf die wesentlichsten Unterscheidungs- und Einteilungsmerkmale:

Nach dem Erntezeitpunkt unterscheidet man klassischerweise Frühkartoffeln und Speisekartoffeln. Frühkartoffeln werden vor dem 10. August verladen, Speisekartoffeln danach.

Nach Kocheigenschaften unterscheidet man

  • festkochende Kartoffeln: haben einen vergleichsweise niedrigen Stärkegehalt. Ihre Schale platzt beim Kochen nicht auf. Die Kartoffel ist aromatisch, das Fruchtfleisch feinkörnig und besonders fest. Sie kommen klassischerweise für Kartoffelsalat und für Bratkartoffeln zum Einsatz. Klassische festkochende Sorten sind Sieglinde oder Selma.
  • vorwiegend festkochende Kartoffeln: sind der gängigste Küchenklassiker. Sie haben einen mittleren Stärkegehalt. Ihre Schale platzt beim Kochen leicht auf. Das Fruchtfleisch vorwiegend festkochender Sorten ist feinkörnig und fest. Diese Sorten sind der Allrounder in der Küche und eignen sich für die allermeisten Kartoffelgerichte. Klassische vorwiegend festkochende Sorten sind Quarta und Granola.
  • mehlig kochende Kartoffeln: haben einen mittleren bis hohen Stärkegehalt. Ihre Schale platzt beim Kochen stark auf. Die Kartoffel hat einen kräftigen Geschmack, das Fruchtfleisch ist grobkörnig und trocken. Sie kommen klassischerweise für Püree, Kartoffelteig und Knödel zum Einsatz. Klassische festkochende Sorten sind Aula und Freya.


Auch Kartoffeln werden im Handel in Handelsklassen eingeteilt. Einteilungskriterien sind dabei Größe, Grad der Sauberkeit, Sortenreinheit, Festigkeit etc. Es gibt also keinen logischen Grund ausschließlich zur Handelsklasse Extra zu greifen, niedrigere Handelsklassen sind lediglich kleiner oder Schmutziger, vielleicht auch zwischengekreuzt, mehr aber nicht. Sehr viel wichtiger ist es, beim Einkauf seinen Sinnen zu vertrauen: Kartoffeln sollen trocken sein, keine Keimstelln und keine grünen Stellen haben. Außerdem empfiehlt es sich, an den Kartoffeln zu riechen: sie dürfen auf keinen Fall faulig riechen. Übrigens darf bei verpackten Kartoffeln aus dem Supermarkt der Größenunterschied zwischen der größten und der kleinsten Kartoffel maximal drei Zentimeter betragen - aber wer misst das schon.

Kartoffeln mögen es kühl, dunkel und trocken. Zur Lagerung ist es auf jeden Fall sinnvoll sich einen Kartoffeltopf zuzulegen. Sollten eure Kartoffeln beim Kauf in Plastik verpackt sein, müssen sie zu Hause dort sofort raus, damit sich keine Feuchtigkeit bildet und die Kartoffeln verderben. Die Grünfärbung bei manchen Kartoffeln ist kein Indiz für unreife Kartoffeln, sondern ist auf falsche Lagerung zurückzuführen. Die Grünfärbung entsteht durch Sonneneinstrahlung. Unter der Schale bilden sich toxische Stoffe. Grüne Stellen müssen vor dem Kochen daher großzügig ausgeschnitten werden. Sollte eure Kartoffel austreiben - also Wurzeln bilden - kann man sie immer noch essen, sie hat allerdings etwas an Geschmack eingebüßt. Und: Kartoffeln kann man, richtig gelagert, von Ernte zu Ernte einlagern, es gibt also keinen Grund regelmäßig Kartoffeln wegzuwerfen. Es gibt allerdings durchaus einen Grund Kartoffeln ordentlich zu lagern und idealerweise saisonal und aus der Region zu kaufen.




Sonntag, 21. Mai 2017

Häkelmuster - Fischgrätmuster

Auch heute gibt es wieder ein etwas kompakteres Gittermuster. Hierfür werden über zwei Reihen  zwei einfache Stäbchen und eine Luftmasche im Wechsel gehäkelt.Darauf folgen zwei Reihen feste Maschen, wobei in der ersten Reihe feste Maschen in die Luftmaschenbögen nicht eingestochen, sondern in die Lücke in der unteren Reihe zwischengestochen wird. Das Ergebnis ist ein wunderschönes Fischgrätmuster:

Freitag, 19. Mai 2017

Bayrische Kuchl - Wurst: Wollwürst

Die Wollwürste sind eine weitere Münchner Spezialität, die sich selbstverständlich auch in Erna Horns Kochbuch finden lassen. Wollwürste sind Würste ohne Haut, die geschmacklich und von der Konsistenz her der Weißwurst nahe kommen, aber doch ganz anders zubereitet werden: sie werden gebraten. Wollwürste heißen übrigens Wollwürste weil sie sich, so ganz ohne Haut, ein bisschen wie Wolle anfühlen. Manche nennen sie auch G'schwollene, weil sie beim Braten anschwellen. wieder andere sind weniger literarisch, für die sind es nur Nackerte, immerhin haben sie keine Haut...

So werden Sie zubereitet:
Die Wollwürste in Milch tunken und in heißem Butterschmalz goldbraun backen. Serviert werden sie mit süßem Senf und dem traditionellen lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat.

Montag, 15. Mai 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Salat

Salat ist äußerst vielseitig und damit meine ich nicht nur die unterschiedlichen Sorten, die im Handel erhältlich sind, ich meine damit auch die unterschiedlichen Gerichte die damit gezaubert werden können: Vorspeisen, Beilagen und gar Hauptgerichte.
Salat und insbesondere Blattsalat ist allerdings nichts, das man auf Vorrat kaufen kann, Salat sollte so schnell als möglich nach dem Einkauf auch gegessen werden, da Salat aufgrund seines hohen Wasseranteils rapide schnell Vitamine und Mineralstoffe verliert. Und ganz davon abgesehen: marktfrisch und knackig schmeckt er einfach auch am besten.

Bis zur tatsächlichen Verarbeitung wird Salat am sinnvollsten kühl, dunkel und trocken gelagert, also im Gemösefach des Kühlschranks, oder - wer einen hat - in einem trockenen Kellerraum. Blattsalate sind außerdem dankbar, wenn man sie mit einem feuchten Tuch bedeckt. Bereits gewaschener Salat wird am besten in einem Plastikbeutel, aus dem man die Luft herausdrückt, im Kühlschrank aufbewahrt.

Zum Putzen werden beim Salat äußere und beschädigte Blätter entfernt, genauso wie grobe Stiele und Rippen. Bei Treibhausware - die man ohnehin nicht kaufen sollte - müssen außerdem der Strunk, das Herz und die Stiele entfernt werden, da diese regelrechte Nitritsammelbecken sind.
Salat wird zudem nicht gewässert, sondern nur kurz gewaschen und anschließend mit einer Salatschleuder trockengeschleudert bzw. mit einem Tuch trocken getupft, damit er das Dressing optimal annehmen kann.

Freitag, 12. Mai 2017

Bayrische Kuchl - G'müas: Kohlrabi mit Bröseln

Kohlrabi mit Bröseln ist nun nicht unbedingt ein typisch bayrisches Rezept, schließlich handelt es sich um ganz ordinären gekochten Kohlrabi mit Butterbröseln. Aber, schmeckt und daher auch mein Rezept (Erna Horn ist mal wieder sparsam mit den Mengen- und Zubereitungsangaben):

750 g Kohlrabi
20 g Butterschmalz
250 ml Gemüsebrühe
Salz
Muskat
2 EL Semmelbrösel
20 g Butter

Den Kohlrabi putzen, schälen und in Stifte schneiden. In Butterschmalz andünsten, mit Brühe aufgießen, Salz und Muskat zugeben und den Kohlrabi in ca. 20 Minuten bissfest kochen.
Die Butter in einer Pfanne zerlassen, die Semmelbrösel darin anrichten und den Kohlrabi kurz vor dem Servieren damit bestreuen.

Dienstag, 9. Mai 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 50er Jahre - ein 50er Jahre Tages-Make-up im Stil von Audrey Hebburn

Heute möchte ich euch ein klassisches 50er Jahre Make-up im Stil von Audrey Hepburn zeigen, das wunderbar auch tagsüber funktioniert und herrlich natürlich ist:
Das ganze nochmal in Farbe:

Der Schlüssel dieses Looks sind die starken Augenbrauen und der dezent geschwungene Eyeliner.

So gehts:
Der Teint der 50er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.

Die Augen spielen bei diesem Look eine ganz besondere Rolle. Sie werden stark nachgezogen. Ich nutze dafür dunkelbraunen Lidschatten, den ich mit einem abgeschrägten Pinsel in Wuchsrichtung auftrage und mit einer Aufgenbrauenbürste leicht verblende, um die Brauen aufzufüllen. Unter den Brauenbogen kommt Highlighter; ich nutze hierfür perlmuttfarbenen Lidschatten ohne Glitzerpartikel. Auf das gesamte Lid wird nun mittelbrauner Lidschatten aufgetragen. Nun folgt noch ein dünner (!) Lidstrich der nach oben geschwungen wird. Der Schwung und das Ende der Augenbrauen liegen dabei auf einer gedachten Linie, der Lidstrich endet spätestens mit dem Augenhöhlenknochen. Nun noch die Wimpern tuschen und fertig sind die Augen. (^.^)



Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem nudefarbenen Lipliner konturiert und mit einem ebenso nudefarbenen Lippenstift geschminkt.

Sonntag, 7. Mai 2017

Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre

Erdbeeren und Rhabarber gehören für mich irgendwie zusammen, klar, dass ich sie auch zusammen das Jahr als lecker Konfitüre überdauern lasse, um so immer wieder den Frühling schmecken zu können.

Man nehme - für 4 Gläser a 220 ml:
375 g nicht ganz vollreife frische Erdbeeren
375 g Rhabarber
250 g Gelierzucker 1:3

Zubereitung:
Die Gläser vorbereiten. Den Rhabarber abziehen, in Stücke schneiden und in ca 10 bis 15 Minuten über Wasserdampf weich dünsten. Die Erdbeeren waschen, putzen, in kleine Stückchen schneiden und in einen großen Topf geben. Den Rhabarber zugeben, den Gelierzucker darüberstreuen und das Ganze 2 Stunden durchziehen lassen. Nach dem Durchziehen die Masse pürieren.
Jetzt die Mischung aufkochen, vier Minuten lang sprudelnd kochen und die Gelierprobe machen. Geliert die Konfitüre, wird sie abgeschäumt und in die bereit stehenden Gläser gefüllt. Diese sofort verschließen und zunächst 15 Minuten auf dem Deckel stehend, dann richtig herum stehend abkühlen lassen.

Die Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre hält sich locker ein Jahr.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Das Kultur- und Naturhistorische Museum in Magdeburg

Magdeburg ist nun nicht gerade als Kulturmetropole bekannt, dennoch gibt es dort ein durchaus sehenswertes Kulturhistorisches Museum mit einer erweiternden naturhistorischen Sammlung mit einigen interessanten Exponaten, die - klar - allesamt einen gewissen Lokalkollorit tragen. Dennoch lohnt sich ein Abstecher in das Museum, allein schon, um sich die Geschichte der alten Kaiserstadt in der dortigen Dauerausstellung zu erlaufen. Wer also gerade in der Nähe ist, dem seien die Sammlungen durchaus ans Herz gelegt:

Montag, 1. Mai 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 50er Jahre - ein 50er Jahre Tages-Make-up

Heute möchte ich euch ein klassisches 50er Jahre Make-up für den Tag zeigen. Eigentlich sind die 50er Jahre, was das Make-up betrifft sehr dezent und natürlich, auch wenn das die heutige Neobilly-Szene kaum vermuten lässt, allerdings ist deren Make-up eher den 60er Jahren entlehnt. Aber kommen wir zu den authentischen 50er Jahren:
Der Schlüssel dieses Looks sind die eckigen Augenbrauen und der dezent geschwungene Eyeliner.

So gehts:
Der Teint der 50er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.
Die Augen spielen bei diesem Look eine ganz besondere Rolle. Sie werden am oberen Brauenbogen dezent eckig nachgezogen. Ich nutze dafür dunkelbraunen Lidschatten, den ich mit einem abgeschrägten Pinsel in Wuchsrichtung auftrage und mit einer Aufgenbrauenbürste leicht verblende, um die Brauen aufzufüllen. Die Ecke zeichne ich mit einem Augenbrauenstift nach und verblende die Linie ebenfalls. Unter den Brauenbogen kommt Highlighter; ich nutze hierfür perlmuttfarbenen Lidschatten ohne Glitzerpartikel. Auf das gesamte Lid wird nun zartrosefarbener Lidschatten mit Schimmer aufgetragen. Nun folgt noch ein dünner (!) Lidstrich der nach oben geschwungen wird. Der Schwung und das Ende der Augenbrauen liegen dabei auf einer gedachten Linie, der Lidstrich endet spätestens mit dem Augenhöhlenknochen. Nun noch die Wimpern tuschen und fertig sind die Augen. (^.^)


Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem zartrosa Lipliner konturiert und mit einem ebenso zartrosa Lippenstift geschminkt.

Freitag, 28. April 2017

Bayrische Kuchl - Süße Beilagen zum Fleisch: Preiselbeerkren

Es klingt zugegebenermaßen seltsam, es sieht auch eher seltsam aus - es schmeckt aber erstaunlich gut: Preiselbeerkren. Zunächst wieder etwas bairisch für Anfänger: Kren ist Meerrettich und spätestens jetzt klingt es auch für meine Leser jenseits des Weißwurschtäquators seltsam. Aber ehrlich es schmeckt richtig gut! Ich kannte Preiselbeerkren bis dato auch nicht, aber ich bin mir ja für nichts zu schade. Das erfreuliche daran, es geht herrlich schnell zuzubereiten:
5 EL Preiselbeeren und 1 EL groben Meerrettich miteinander verrühren und schmecken lassen, am besten übrigens zu Wild und Braten, aber auch sehr lecker zu kaltem Fleisch zum Reste essen. (^.^)