Donnerstag, 19. Oktober 2017

Museen in München - Das Museum Brandhorst

Kürzlich hat es uns in das Museum Brandhorst verschlagen. Das Museum Brandhorst wurde für die Sammlung Moderner und Zeitgenössischer Kunst von Anette und Udo Brandhorst, eine Dauerleihgabe an den Freistaat Bayern, errichtet. Anette Brandhorst war eine Henkel-Erbin, Ude Brandhorst war lange Jahre im Vorstand der RLV, beide sind als Kunstmäzene bekannt, so dass beide eine beachtliche Sammlung zusammengetragen haben, darunter vor allem so gut wie alle Buchillustrationen von Pablo Picasso. Obwohl ich nun kein uneingeschränkter Fan Moderner und Zeitgenössischer Kunst bin, hätte aber trotzdem etwas für mich dabei sein können, aber es sollte anders kommen... So gut wie alle Ausstellungsräume des Museums waren wegen Umbau geschlossen (ziemlich dämliche Organisation, oder?), lediglich eine Ausstellung wurde gezeigt, eine retrospektive zu Cy Twombly. Den muss man nun nicht kennen, ich kannte ihn auf jeden Fall nicht, ich habe ihn eben gegoogelt: laut Wikipedia ist er einer der bedeutendsten abstrakten Expressionisten. Gut, das Genre erklärt dann auch warum ich in 10 Minuten durch die Ausstellung und aufgrund der schlechten Umbauorganisation auch durch das gesamte Museum war. Nennt mich nun gerne Banause, aber... Ist das Kunst oder kann das weg? So ein Geschmiere habe ich wirklich selten gesehen und ich habe zwei Nichten im Kleinkindalter... Wer es nicht glauben mag, der klicke sich gerne auf der Homepage des Museums Brandhorst durch die Onlinesammlung zu Cy Twombly... Aber wenigstens gab es das, was es immer bei abstrakter Kunst gibt: die Stutzerfraktion, in diesem Falle zwei Damen, die sich höchstgradig fachmännisch kennerhaft über die Ausdruckskraft und die Symbolik der Bilder unterhalten haben. Zum Glück aber sind Geschmäcker verschieden. (^.^)

Dienstag, 17. Oktober 2017

Die Schalrolle - eine 40er Jahre Hochsteckfrisur für den Tag

Heute möchte ich euch eine schnelle, einfache und alltagstaugliche 40er Jahre Hochsteckfrisur zeigen, die perfekt für ausgehangene Pin Curls und sonstige Bad-Hair-Days geeignet ist, aber trotzdem chic aussieht:
So gehts:
Die Haare zum Pferdeschwanz binden . Den Zopfgummi nach unten ziehen. In den Schal der Wahl ein Steckkissen (ich nutze einen Hairdonut mit Druckknopf, den ich geöffnet eindrehe)wickeln. Den Losen Pferdeschwanz mit dem Schal aufrollen, den Schal am Oberkopf verknoten und die Enden unter dem Schal verstecken. Die Haare gleichmäßig verteilen und bei bedarf mit einigen Bobby Pins sichern. Auf Wunsch aus der Ponypartie eine Roll formen, Haarspray drüber zum Fliegehärchen glätten und fertig ist die Frisur. (^.^)

Mission "Der perfekte Kleiderschrank" - Was habe ich?

Ihr kennt das vermutlich auch: ihr habt einen vollen Kleiderschrank, wisst aber regelmäßig nicht, was ihr anziehen sollt. Vielleicht geht es euch sogar wie mir, eigentlich platzt euer Kleiderschrank aus allen Nähten. Aber wenn wir mal ehrlich sind, eigentlich haben wir nicht zu wenig Platz sondern zu viel Zeug. Die nahe liegende Lösung ist natürlich: "ausmisten". Allerdings ist das leichter gesagt als getan. Denn mit bloßen "ausmisten" hat man am ende nur weniger von "nichts anzuziehen", das man im blödesten Falle wieder mit mehr von "nichts anzuziehen" füllt. Ein perfekter Kleiderschrank sieht aber anders aus. Er ist stilvoll, modisch und für jede Eventualität ausgestattet. "Ausmisten" kann also nur der erste Schritt sein, um einen wirklich perfekten Kleiderschrank zu kreieren.

Das Ausmisten möchte ich sogar noch erweitern zu einer Bestandsaufnahme. Im Grunde wird der Weg hin zu einem perfekten Kleiderschrank von drei Fragen begleitet:

  • Was habe ich?
  • Was brauche ich?
  • Was will ich?


Heute widmen wir uns als dem "Was habe ich?" und darüber macht ihr euch am besten einen Überblick, wenn ihr alles, wirklich alles, was in eurem Kleiderschrank ist, genau begutachtet und vor allem anprobiert. Macht dabei drei Stapel:

  • Stapel Nummer 1 für alle Stücke die perfekt sind, so wie sie sind.
  • Stapel Nummer 2  ist für alles, das fast perfekt ist. Also alle Dinge, bei denen kleinere Ausbesserungs- und Nachbesserungsarbeiten erforderlich sind.
  • Stapel Nummer 3 ist für alles, was nicht perfekt ist. Hier kommt alles hin, was nicht mehr gefällt, was nicht mehr passt (insbesondere wenn es zu klein ist), was abgetragen ist und so weiter.


Stapel Nummer 1 wandert wieder zurück in den Kleiderschrank, die anderen beiden Stapel nicht. Packt Stapel Nummer 2 und Nummer 3 jeweils in Kistchen. Die Aufgabe für die nächsten Wochen wird sein jede Woche ein Teil von Stapel Nummer 2 und 5 Teile von Stapel Nummer 3 zu nehmen, um auszubessern/umzuarbeiten (Stapel Nummer 2) bzw. endgültig zu entscheiden, was damit passiert Stapel Nummer 3 (also wegwerfen, verkaufen, umarbeiten etc.).

Macht das mit eurem Kleiderschrank, denkt dabei aber auch an die Wäscheschubladen, macht es mit eurem Schuhschrank, mit euren Handtaschen und mit allen weiteren Accessoires, einschließlich eurem Schmuck.

Wenn ihr mögt, könnt ihr eure Ausstattung bei der Gelegenheit auch fotografieren, um künftig einen besseren Überblick zu behalten, was ihr alles habt.

Dem "Was brauche ich?", also der Frage, welche Teile einen wirklich perfekten Kleiderschrank ausmachen, widmen wir uns beim nächsten Mal. (^.^)

Sonntag, 15. Oktober 2017

Museen in München - Die Alte Pinakothek

Die alte Pinakothek in München gehört zu den bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt ist daher definitiv ein Pflichttermin für alle Münchenbesucher. Bereits bei seiner Gründung war die Alte Pinakothek richtungsweisend als Galerie, spätestens mit den Erwerbungen nach dem zweiten Weltkrieg erreichte sie Weltrang.

In der Alten Pinakothek werden Gemälde aus sechs Jahrhunderten ausgestellt. Die Sammlungen gliedern sich dabei folgendermaßen auf:

  • deutsche Malerei vom 14. bis zum 17. Jahrhundert (mein Favorit ist das Selbstportrait von Albrecht Dürer)
  • Altniederländische Malerei des 17. Jahrhunderts (ich bin kein großer Fan der altniederländer Schule, am wenigsten übrigens von Rembrandt; spricht mich emotional nicht an)
  • Flämische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts (die Rubensgemälde, alle davon, am meisten jedoch "die Geißblattlaube)
  • italienische Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert (so sehr mir der Zugang zu den Altniederländern fehlt, so sehr liebe ich die Itlaiener! Giotto, da Vinci, Tizian, Botticelli, Raffael, Tintoretto... herrlich)
  • französisches Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts (mein Liebling ist ja Boucher, weder kann ich mich an seinem Portrait der Marquise de Pompadour sattsehen noch an seinem Boudoirgemälde des ruhenden Mädchens)
  • spanische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts (die Sammlung der Spanier ist zwar übersichtlich, dennoch gibt es von jedem namhaften spanischen Maler zumindest ein Werk zu bewundern; mein Favorit sind die Trauben- und Melonenesser von Murillo)
Selbst wenn ihr nicht so kunstbegeistert seid, ein Weg in die Alte Pinakothek lohnt sich immer, also hingehen! Hier haben schon viele ihren Zugang zur Kunst gefunden, einen Versuch ist es wert. (^.^)

La Choucroute - Haare wie Sauerkraut als 60er Jahre Key-Look (^.^)

Ja meine Lieben, ihr lest richtig, in den 60ern gab es eine Frisur, die "La Choucroute", also "das Sauerkraut" genannt wurde und die zu einer "der" 60er Jahre Frisuren werden sollte. "La Choucoute" war zunächst natürlich gehässig gemeint. Bezeichnet wurde damit die Frisur, die Brigitte Bardot auf ihrem Kopf trug, also alles so ein bisschen strähnig-zottelig und mit ihrem (gefärbten) blonden Haar lag die Assoziation zum Sauerkraut natürlich nahe. Trotzdem war ihre Frisur zu Beginn der 60er Jahre richtungsweisend, man - oder besser frau - löste sich auch mit der Frisur aus dem starren Korsett der Konventionen, auch die Haare durften schwingen. Und sind wir mal ehrlich, so ein bisschen zerzaust, "Out of Bed" wie man heute sagt, wirkt auch etwas verrucht, oder?
Nachdem die Bardot eine bekennende Rassistin ist, werde ich den Teufel tun und sie auch noch per Bild in meinem Blog abbilden. Dafür gibts aber gleich drei Bilder von mir einschließlich einer Erklärung, wie ihr euer Haar ebenfalls in Sauerkraut verwandelt. (^.^)
La Choucroute eignet sich super, wenn eure Haare schon etwas ausgehangen sind, oder aber, wenn ihr keine Zeit oder Lust habt eure Haare feucht einzulegen, sondern "was schnelles" braucht. La Choucroute ist eines der wenigen Hitze-Styles das ich euch wahrscheinlich zeigen werde; diese Frisur mache ich mir nämlich mit Heizwicklern (Lockenstab geht natürlich genauso). Legt eure Haare nach dem folgenden Legemuster auf Heizwickler mit einem Durchmesser von 4-5 cm (Hitzeschutz nicht vergessen):

Lasst eure Haare gut auskühlen, löst die Lockenwickler und kämmt dann gründlich durch euer Haar, Ziel ist es schließlich nicht, Locken oder Wellen zu haben, sondern nur noch den Rest davon. Toupiert nun eure Haare am Oberkopf, nehmt die Oberkopfpartie locker zurück und fixiert sie mit einer Haarklammer. Lasst dabei, solltet ihr keinen Pony haben, die Stirnsträhnen locker ins Gesicht hängen. Wuschelt nochmal alles durch (Ziel ist strähnig-zottelig), und gebt dann zum fixieren noch etwas Haarspray drüber. Fertig ist "La Choucroute", eine Frisur, über die man sich selbst am stürmischsten Tag keine weiteren Gedanken mehr machen muss; sitzt einfach (^.^).

Häkelmuster - Doppelstäbchen

Heute möchte ich euch zeigen, wie leicht sich ein Muster variieren lässt. Unser heutiges Gittermuster besteht aus einfachen Stäbchen. In Reihe eins wird einfach nur eine Reihe einfacher Stäbchen gehäkelt. Ab Reihe zwei werden die einfachen Stäbchen jeweils zwischengestochen, wobei immer ein Zwischenraum übergangen wird; in den darauf folgenden Zwischenraum werden zwei einfache Stäbchen gehäkelt.

Freitag, 13. Oktober 2017

Das Café Jasmin in der Maxvorstadt

Es wird mal wieder Zeit euch ein nettes Café vorzustellen, dieses mal ist es eine Institution in München, das Café Jasmin, das es bereits seit 1955 in der Maxvorstadt (Augusten Ecke Steinheil) gibt und dessen Einrichtung noch Original erhalten ist. Eben diese Einrichtung, auf der man zu herrlichem Frühstück oder Kaffee und Kuchen platz nimmt, steht sogar unter Denkmalschutz. Also allein wegen des Ambientes lohnt sich der Weg in die Maxvorstadt und wegen des wunderbaren Essens, der erlesenen Getränke und des absolut fabelhaften Preis-Leistungs-Verhältnisses. (^.^)
Nur eines muss man sein: schnell, reservieren kann man im Jasmin nämlich nicht, wer einen Tisch will ist entweder rechtzeitig da, muss Glück haben, oder wartet gerne. (^.^)

Museen in München - Die Pinakothek der Moderne in München

Die Pinakothek der Moderne ist die Adresse in Deutschland, wenn es um Malerei, Design, Architektur und Grafik des 20. und 21. Jahrhunderts geht. Wie der Zeitschnitt ebenfalls bereits erkennen lässt, ist die Pinakothek der Moderne auch für Vintage-Freunde mit Schwerpunkt auf meinen Lieblingsjahrzehnten damit auf jeden Fall ein Pflichttermin, und zwar ein Pflichttermin der es in jedem Fall wert ist.

Allein die Designsammlung bietet einen vertiefenden Einblick in die Designentwicklung insbesondere des 20. Jahrhunderts und damit einhergehend bietet die Sammlung natürlich ganz viel Inspiration.
Aber auch die Sammlung zu Malerei, insbesondere die Sammlung zur klassischen Moderne und die Grafiksammlungen sind beeindruckend.
Zur Architektur und dem ebenfalls in der Pinakothek der Moderne befindlichen Architekturmuseum der TU München fehlt mir persönlich ehrlicherweise aber der wirkliche Zugang. Einen Blick ist die Sammlung, die immer wieder wechselnde Ausstellungen zeigt, aber dennoch wert, wenn man ohnehin schon da ist. (^.^)

Häkelmuster - Luftmaschengitter

Zur Abwechslung gibt es heute wieder ein etwas lockereres Häkelmuster. Hierfür wird in jede vierte Masche ein einfaches Stäbchen gehäkelt, wobei dazwischen jeweils drei Luftmaschen sind. In Reihe zwei werden im wechsel zwei Luftmaschen, eine feste Maschen, zwei Luftmaschen, einfaches Stäbchen gehäkelt. Wobei das Muster so ausgerichtet wird, dass die Stäbchen jeweils übereinander liegen. Reieh eins und zwei werden ihrerseits im Wechsel gehäkelt.

Häkelmuster - Vierfachstäbchen II

Ein etwas lockereres Gittermuster aus Vierfachstäbchen möchte ich euch heute zeigen. Hierfür werden in der ersten Reihe drei Luftmaschen über drei darunter liegende Maschen, gefolgt von einer festen Masche im Wechsel mit drei Luftmaschen über eine darunter liegende Masche, gefolgt von einer festen Masche gehäkelt. Die festen Maschen werden dabei jeweils in den darunter liegenden Luftmaschenbogen zwischengestochen. In der darauf folgenden Reihe werden vier einfache Stäbchen in den kleinen Luftmaschenbogen und ein einfaches Stäbchen in den großen Luftmaschenbogen gehäkelt (ebenfalls zwischengestochen), wobei zwischen Stäbchengruppe und Einzelstäbchen immer noch eine Luftmasche gehäkelt wird.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Stricken für Anfänger: Unser fünftes Projekt - ein Raglanpullover: die Ärmel

Nachdem nun der Rumpf fertig gestellt ist, fehlen uns nur noch die Ärmel. Auch diese werden glatt rechts gestrickt. Um auch die Ärmel schön figurbetont zu halten, werden auch hier regelmäßige Abnahmen gearbeitet. Auch hierfür ist es erforderlich den Rundenanfang zu markieren. So werden dann die Abnahmen gestrickt:
  • nach jeder Markierung: eine Masche rechts, 2 Maschen rechts zusammenstricken
  • vor jeder Markierung (es sind noch drei Maschen vor der Markierung auf der Nadel): eine Masche wie zum rechts stricken abheben, eine Masche rechts, die abgehobene Masche über die abgestrickte Masche ziehen, eine Masche recht
Die erste Abnahme stricken wir in der 11. Runde, dann noch weitere 9 Mal in jeder 10. Runde. Insgesamt stricken wir 110 Runden. Über weitere neun Runden stricken wir nun noch eine Blende mit kraus rechts gesrickten Runden, beginnend mit einer Runde linke Maschen. Nun noch die insgesamt 56 Maschen abketten und fertig ist der erste Ärmel. Den zweiten Ärmel entsprechend arbeiten.

Montag, 9. Oktober 2017

Stricken für Anfänger: Unser fünftes Projekt - ein Raglanpullover: das Godet

Allein mit dem Godet ist es mit Zunahmen noch nicht getan, auch an den Seitenlinien arbeiten wir wieder Zunahmen:
  • nach jeder Markierung stricken wir eine Masche rechts, ein Umschlag
  • vor jeder Markierung (es ist noch eine Masche vor der Markierung auf der Nadel) folgt 1 Umschlag, 1 Masche rechts
Damit die unterschiedlichen Zunahmen nicht zu kompliziert werden, führe ich dieses mal nochmal einzeln aus (nocht genannte Runden werden normal weiter glatt rechts gearbeitet):

  • 51. Runde: Zunahmen an Seitenlinien arbeiten; für das Godet nach 40 Maschen (bereits einschließlich Seitenlinienzunahme) eine Markierung setzen; dann folgen 1 Umschlag, 1 Masche rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 1 Masche rechts, 1 Umschlag. Nun setzten wir noch eine zweite Markierung um das Ende des Godets zu markieren
  • 55. Runde: Godet: 1 Masche rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 2 Maschen rechts, 1 Umschlag, 1 Masche rechts
  • 59. Runde: Seitenlinienzunahme; Godet: 2 Maschen rechts, 1 Umschlag, 3 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 3 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts
  • 63. Runde: Godet: 3 Maschen rechts, 1 Umschlag, 4 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 4 Maschen rechts, 1 Umschlag, 3 Maschen rechts
  • 67. Runde: Seitenlinienzunahme; Godet: 4 Maschen rechts, 1 Umschlag, 5 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 5 Maschen rechts, 1 Umschlag, 4 Maschen rechts
  • 71. Runde: Godet: 5 Maschen rechts, 1 Umschlag, 6 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 6 Maschen rechts, 1 Umschlag, 5 Maschen rechts
  • 75. Runde: Seitenlinienzunahme; Godet: 6 Maschen rechts, 1 Umschlag, 7 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 7 Maschen rechts, 1 Umschlag, 6 Maschen rechts
  • 79. Runde: Godet: 7 Maschen rechts, 1 Umschlag, 8 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 8 Maschen rechts, 1 Umschlag, 7 Maschen rechts
  • 83. Runde: Seitenlinienzunahme; Godet: 8 Maschen rechts, 1 Umschlag, 9 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 9 Maschen rechts, 1 Umschlag, 8 Maschen rechts
  • 87. Runde: Godet: 9 Maschen rechts, 1 Umschlag, 10 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 10 Maschen rechts, 1 Umschlag, 9 Maschen rechts
  • 91. Runde: Seitenlinienzunahme; Godet: 10 Maschen rechts, 1 Umschlag, 11 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 11 Maschen rechts, 1 Umschlag, 10 Maschen rechts
  • 95. Runde: Godet: 11 Maschen rechts, 1 Umschlag, 12 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 12 Maschen rechts, 1 Umschlag, 11 Maschen rechts
  • 99. Runde: Seitenlinienzunahme; Godet: 12 Maschen rechts, 1 Umschlag, 13 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 13 Maschen rechts, 1 Umschlag, 12 Maschen rechts
  • 103. Runde: Godet: 13 Maschen rechts, 1 Umschlag, 14 Maschen rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen rechts, 1 Umschlag 14 Maschen rechts, 1 Umschlag, 13 Maschen rechts
Nun folgen noch 4 weitere Runden glatt rechts bevor über neun Runden eine Blende mit kraus rechts gesrickten Runden, beginnend mit einer Runde linke Maschen gestrickt wird. Nun die insgesamt 234 Maschen abketten.

Stricken für Anfänger: Unser fünftes Projekt - ein Raglanpullover: der Rumpf

Nach der Raglanpasse werden nun die Ärmelmaschen stillgelegt und zunächst der Rumpf fertig gearbeitet. Hierfür werden die jeweils 96 Maschen des Rücken- (zwischen 1. und 2. Markierung) und des Vorderteils (zwischen 3. und 4. Markierung zur Runde geschlossen, wobei die beiden Seitenlinien wieder markiert werden.
Damit unser Pulli schön sitzt  arbeiten wir im Folgenden eine Taillierung mit ein. Dazu wird in der 7. Runde ab Raglanpasse die folgende Abnahme gestrickt:
  • nach jeder Markierung: eine Masche rechts, 2 Maschen rechts zusammenstricken
  • vor jeder Markierung (es sind noch drei Maschen vor der Markierung auf der Nadel): eine Masche wie zum rechts stricken abheben, eine Masche rechts, die abgehobene Masche über die abgestrickte Masche ziehen, eine Masche recht
Die Abnahme wird nach dieser Runde in jeder sechsten Runde gearbeitet, bis noch 164 Maschen auf der Nadel sind (= 43 Runden). Für die eigentliche Taille werden dann noch  7 Runden ohne weitere Abnahmen glatt rechts gestrickt.
Damit der Pulli auch weiterhin schön sitzt, müssen wir im Folgenden wieder zunehmen. Um den edlen Touch unseres Pullis weiter zu unterstreichen, arbeiten wir dazu ein Godet. Wie das funktioniert, zeige ich euch beim nächsten Mal.

Stricken für Anfänger: Unser fünftes Projekt - ein Raglanpullover: die Raglanpasse


Die Raglanpasse ist das Stück eines Raglanpullovers, in dem das obere Stück mit den erforderlichen Zunahmen gestrickt werden und bei dem die raglantypischen Zunahmen gemacht werden. Nachdem unser Pulli ruhig ein bisschen eleganter werden darf, arbeiten wir in unserer Raglanpasse Lochmusterzunahmen. Zur Orientierung ist es aber zunächst erforderlich, dass wir unser Strickstück mit Markierungsfäden einteilen.

  • 1. Markierung: Rundenübergang
  • 2. Markierung: 30 Maschen nach 1. Markierung (= Rücken)
  • 3. Markierung: 10 Maschen nach 2. Markierung (= rechter Ärmel)
  • 4. Markierung: 30 Maschen nach 3. Markierung (= Vorderteil)
  • Die übrigen 10 Maschen zwischen 4. und 1. Markierung bilden den linken Ärmel.

In Runde zwei folgt nun bereits die erste Raglanzunahme:

  • nach jeder Markierung werden 2 Maschen rechts zusammengetrickt, ein Umschlag, 1 Masche rechts, ein Umschlag
  • vor jeder Markierung (es sind noch drei Maschen vor der Markierung auf der Nadel) folgt ein Umschlag, 1 Masche rechts, ein Umschlag, zwei Maschen rechts zusammenstricken

In der Folgerunde werden die Umschläge wie rechte Maschen abgestrickt.

Die Raglanzunahmen werden nun in jeder zweiten Runde gestrickt, bis 344 Maschen (= 67 Runden) auf der Nadel liegen. Wechselt dabei jeweils bei bedarf auf längere Rundstricknadeln. Fertig ist die Raglanpasse. (^.^)
Beim nächsten mal arbeiten wir den Rumpf komplett aus.

Samstag, 7. Oktober 2017

Bayrische Kuchl - G'müas: Sauerkraut mit Dörrzwetschgen


Sauerkraut mit Dörrzwetschgen ist mir als bayrisches Rezept neu und eigentlich auch gar kein so wirkliches Rezept. Dafür wird eigentlich nur frisches Sauerkraut mit Wasser und Dörrzwetschgen gar gekocht und angerichtet. Das ist es schon. Schmeckt ganz ok, brauch ich aber nicht wirklich. Sauerkraut pur bleibt mein Favorit (auf 1 kg Sauerkraut habe ich 250 ml Wasser und 200 g Dörrzwetschen 30 Minuten lang gekocht).

Bayrische Kuchl - G'müas: Krautmandl

Beim Krautmandl handelt es sich um ein Resteessen, dass noch nicht mal sonderlich ansehnlich aussieht, dafür aber umso besser schmeckt. (^.^) So gehts:

500 g kaltes (übriges) Sauerkraut
500 g gmischtes Hackfleisch
3 alte Semmeln
Salz
Pfeffer
Paprika
Thymian
Milch
Semmelbrösel

Den Backofen auf 160° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Semmeln aufschneiden und in der Milch einweichen. Das Hackfleisch mit den Gewürzen und den eingeweichten und leicht ausgedrückten Semmeln verkneten.
Eine Auflaufform mit der Hälfte des Sauerkrauts auslegen, die Hackfleischmasse darauf verteilen. Das restliche Sauerkraut darüber geben und dick mit Semmelbröseln bestreuen. In ca 60 Minuten im Rohr ausbacken und schmecken lassen. (^.^)

Bayrische Kuchl - Nachspeisen: Münchner Nockerl

Das Rezept für die Münchner Nockerl las sich wirklich lecker, nur leider funktioniert es nicht. Der Nockerlteig ist viel zu flüssig (6 Eier und nur 90 g Mehl!), eher wie Pfannkuchenteig, so dass sich erstmal keine Nockerl abstechen lassen. Ich habe dann zumindest versucht, den Teig gaaaaaaanz vorsichtig in die heiße Milch gleiten zu lassen, ähnlich wie man das bei poschierten Eiern macht, aber: keine Chance, der Butteranteil hat dafür gesorgt, dass der Teig sich in der Milch zu Suppe verwandelt hat. Eventuell würde das Rezept mit getrennten Eiern und dann steif geschlagenem Eiweiß funktionieren, auf einen zweiten Versuch habe ich es aber nicht ankommen lassen. Ich habe den Nockerlteil vielmehr urzerhand in einer Kastenform gebacken und das ganze als Kuchen gegessen, war auch lecker. (^.^)

Wir sind dann mal schnell in... Bremen

Kürzlich verschlug es uns für ein Wochenende nach Bremen und wir hatten wirklich eine herrliche Zeit, wenn ich auch Bremen nicht zu meinen "das muss man unbedingt gesehen haben"-Städten zählen werde.
Dennoch habe ich euch einige kleine Impressionen gesammelt, einschließlich unseres Menüs im Bremer Ratskeller, der allein schon wegen seiner Weinkarte eine absolute Empfehlung ist. (^.^)

Freitag, 6. Oktober 2017

Bayrische Kuchl - Kartoffeln: Reiberdatschi

Reiberdatschi - in anderen Landstrichen unter zahlreichen anderen Namen bekannt, zu hochdeutsch Kartoffelpuffer - sind nun wahrlich kein typisch bayrisches Gericht. Vielmehr sind Reiberdatschi im gesamten deutschen Sprachraum und darüber hinaus in der regionalen Küche vertreten. Allein die Zubereitung variiert je nach Landstrich. Die bayrische Variante wäre die Folgende:

750 g Kartoffeln
2 Eier
2 EL Mehl
Salz
Butterschmalz

Die Kartoffeln schälen und grob reiben. Die geriebenen Kartoffeln mit Eiern, Mehl und Salz vermengen. Das Butterschmalz in einer Pfanne zerlassen und aus der Kartoffelmasse goldknusprige Datschis backen (1 Esslöffel Kartoffelmasse ergibt einen Datschi; die Kartoffelmasse dabei schön flach streichen).
In Bayern gibt es zu Reiberdatschi traditionell Sauerkraut oder Apfelkompott. (^.^)

Sonntag, 17. September 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Mehlspeisen

Warme Süßspeisen, die als Hauptgericht gereicht werden, also Mehlspeisen, sind vor allem in der bayrischen, österreichischen und böhmischen Küche zu Hause, finden aber auch in anderen Landstrichen gerade bei den Schleckermäulchen durchaus Anklang. Grundsätzlich lassen sich Melspeisen nach Ihrer Grundform folgendermaßen einteilen:

  • Bei Milchbrei handelt es sich um eine Mischung aus Milch und zumindest einer weiteren stärkehaltigen Grundzutat wie Grieß, Reis oder Haferflocken, die bei niedriger kochtemperatur in der Milch ausquellen.
  • Aufläufe und Soufflés werden im Ofen gebacken, doch vorsicht, gerade die süßen Varianten neigen leicht zum Zusammenfallen, sofern man die Ofentür zu früh öffnet. Grundsätzlich lassen sich alle süßen Aufläufe auch im Wasserbad auf dem Herd in einer Kochpuddingform zubereiten, daher auch der eher nördlich der Donau verbreitetere Gattungsname "Kochpudding" für die süßen Aufläufe.
  • Pfannkuchen werden aus einem feinen flüssigen Teig mit ganzen Eiern in der Pfanne in Butterschmalz gebacken und haben nicht wirklich viel mit Crêpes zu tun. Crêpeteig enthält deutlich weniger Eier und Mehl und ist damit ein ordentliches flüssiger als unser Pfannkuchenteig. Um die Verwirrung jetzt noch zu steigern: die die es erfunden haben, nennen das was anderenorts Eierkuchen genannt wird, Pfannkuchen. Das was dort der Pfannkuchen ist, nennt sich bei den Erfindern der Mehlspeise Krapfen. Gut das durcheinander noch größer wird, nennt sich der Pfannkuchen in Österreich übrigens Palatschinken. So, aber jetzt wieder genug der babylonischen Sprachverwirrung, widmen wir uns wieder den Inhalten. (^.^)
  • Schmarrn ist entgegen des Angebots mancher Touristenklitsche nicht nur dickerer zerpflückter Pfannkuchen, Schmarrnteig ist deutlich dicker und oft auch ei(gelb)reicher als der Pfannkuchenteig, neben dem Schmarrn aus Mehlteig, gibt es auch Schmarrn aus Semmel- oder Quarkteig. er wird wie der Pfannkuchen in Butterschmalz in einer Pfanne gebacken und dabei in Stücke zerrissen.
  • Süße Knödel können aus allen möglichen Teigen hergestellt werden, sind aber immer mit Obst gefüllt.
  • Früchte im Backteig werden in besagtem Backteig getaucht und schwimmend in fett herausgebacken.
  • Strudel ist der Klassiker der Mehlspeisenküche und nur Original mit echtem Strudelteig. Blätterteig oder gar Nudelteig kann man zwar nehmen, schmeckt aber nicht, oder zumindest nicht Original. (ich habe einmal Apfelstrudel gegessen, der mit Blätterteig gemacht war, also was Staubtrockeneres habe ich echt noch nie gegessen, zum Glück konnte man dieses staubige Bröselwerk in reichlich Vanillesauce ertränken. Geschmeckt hat es trotzdem nicht.)

Dienstag, 29. August 2017

Museen in München - Der Botanische Garten München-Nymphenburg

Auf der Suche nach Inspiration für unser neues Gärtchen waren wir kürzlich im Botanischen Garten in München-Nymphenburg und selbstverständlich lasse ich euch gerne daran teilhaben. (^.^) Immerhin gehört der Botanische Garten München-Nymphenburg zu den Größten und Bedeutendsten in Deutschland. Wirklich viel mehr Ahnung von Pflanzen habe ich auch nach dem Gang in den Botanischen Garten immer noch nicht, aber ich habe zumindest einige kleinere Ideen eingesammelt. Ansonsten habe ich einen wunderschönen Tag, schlendernd durch die unterschiedlichsten Klimazonen unserer Erde und deren Pflanzenwelt genossen. Die Zeit ist regelrecht dahingeflogen (^.^) Wer ähnliches genießen will, der tue es mir nach, ich kann euch den Botanischen Garten München-Nymphenburg nur wärmstens empfehlen.

Sonntag, 27. August 2017

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XXIV

Bereits seit vorgestern ist die 24. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich und dieses Mal zieht langsam aber sicher der Herbst ein. wir zeigen euch wunderschöne Herbstmäntel und fordern mehr Mut zu schönen Hüten. (Habt ihr als Vintagequeen auch unzählige Hüte, setzt sie aber kaum auf? Also bei mir ist das so... Ich sollte das unbedingt ändern und vor allem meine wunderschönen Originale öfter mal ausführen.)
Passend zur Herbstmode zeigen wir euch außerdem passendes Make-up in Beerentönen. Es gibt ein Interview mit dem Modedesigner Thomas Rath sowie ein Editorial zur Stilikone Audrey Hepburn. Das große Titelthema dürfte vor allem all jene freuen, die dem klassischen Rockabilly-Stil einen hauch mehr Vintage geben wollen, es gibt coolen Rock'n'Roll-Style zum nachlesen und nachmachen ganz im True-Vintage-Stil der 50er Jahre.

Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Dienstag, 15. August 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Eier

Zum Ei, oder besser zum richtigen Kochen von Eiern, habe ich ganz zu Beginn meiner Bloggerzeit bereits einen ausführlicheren Artikel geschrieben, heute geht es noch etwas mehr ins Detail.

Eier gibt es im Handel in unterschiedlichen Größen. Für das Gelingen eines Rezepts ist es sehr wichtig Eier in der richtigen Größe zu verwenden. Ist nichts anderes angegeben bezieht sich ein Rezept auf Eier in der Größe M. Grundsätzlich gibt es die folgenden Eigrößen:

  • Größe S - klein - weniger als 53 g
  • Größe M - mittel - 53 g bis 63 g
  • Größe L - groß - 63 g bis 73 g
  • Größe XL - sehr groß -  über 73 g
Eier aus dem Einzelhandel sind innerhalb der EU außerdem mit einer Seriennummer, dem so genannten Erzeugercode gekennzeichnet. Das steckt hinter der Kennzeichnung:
Die erste Ziffer steht für die Haltungsform in der das Ei gelegt wurde.

  • 0 = ökologische Erzeugung
  • 1 = Freilandhaltung
  • 2 = Bodenhaltung
  • 3 = Käfighaltung

Die oberste Regel: auf der Packung kann viel stehen, maßgeblich ist, womit das Ei bestempelt ist. Ich empfehle übrigens den Griff zur Bodenhaltung. Ökologische Haltung ist in der EU zunächst ein weit gefaster, sehr unkonkreter Begriff. Hinzu kommt, dass Hühner Herdentiere mit einer eindeutigen Hackordnung sind. in ökologischer und in Feilandhaltung bekommt man daher oft Eier minderer Qualität, weil alles was nicht Alphatier ist potentiell mangelernährt ist, da die wenigsten Züchter darauf achten, dass die alle Hühner ausreichend ausgewogenes Futter erhalten. Käfighaltung ist die reinste Tierquälerei, bleibt also nur noch die Bodenhaltung. (^.^)

Als nächstes folgt bei der Eikennzeichnung das Land in dem das Ei gelegt wurde, wobei DE für Deutschland steht. Nachdem es absolut hirnrissig ist, Eier durch die halbe Welt zu fahren, reicht es auch vollkommen beim Eierkauf auf das DE zu achten.

Die darauf folgende Ziffer steht für das Bundesland aus dem das Ei stammt:
01 = Schleswig Holstein
02 = Hamburg
03 = Niedersachsen
04 = Bremen
05 = Nordrhein-Westfalen
06 = Hessen
07 = Rheinland-Pfalz
08 = Baden-Württemberg
09 = Bayern
10 = Saarland
11 = Berlin
12 = Brandenburg
13 = Mecklenburg-Vorpommern
14 = Sachsen
15 = Sachsen-Anhalt
16 = Thüringen

Die nächsten vier Ziffern stehen für den Legebetrieb und die abschließende Ziffer für die Stallnummer. Kurzum: es ist bei jedem Ei feststellbar, in welchem Stall es gelegt wurde.

Oft werden Eier auch nicht in dem Betrieb verpackt, in dem sie gelegt wurden, also verlasst euch nie auf das, was auf der Verpackung steht, dort ist nämlich nur die Verpackstelle angegeben schaut auf das was innen auf den Eiern steht. Lasst euch außerdem nicht von wohlklingenden Betitelungen wie "frische Landeier" verprellen, solche Bezeichnungen sind nicht geschützt und können daher willkürlich benutzt werden.

Eier, die in den Handel gehen, werden  nicht gewaschen. Das Waschen des Eis würde die Eischale durchlässig für Keime jeglicher Art machen, es zeugt also nicht von schlechter Qualität, wenn an einem Ei mal etwas Stallmist oder eine Feder kleben, ganz im Gegenteil.

Grundsätzlich sind Eier nach dem Legen rund 28 Tage haltbar, dennoch besteht bei Eiern immer eine gewisse Salmonellengefahr, richtig gelagert und richtig zubereitet, kann man dieses Risiko aber extrem minimieren:

  • Eier kommen immer in den Kühlschrank; theoretisch müssen Eier erst in den Kühlschrank, sobald sie älter als 14 Tage sind, aus hygienischen Gründen kommen sie sofort nach dem Kauf in den Kühlschrank, da sich Salmonellen bei Temperaturen unter 6° C so gut wie nicht mehr vermehren. Für viele Rezepte - insbesondere zum Backen müssen die Zutaten Raumtemperatur haben. Dafür nehmt ihr die Eier einfach rechtzeitig vorher - ca eine Stunde - aus dem Kühlschrank und gut ist.
  • Grundsätzlich solltet ihr Eierspeisen auf mindestens 70° C erhitzen, das tötet Salmonellen zuverlässig ab. Für Gerichte bei denen rohes Ei zum Einsatz kommt (z.B. Mayonnaise, Tiramisu), nehmt so frische Eier wie nur gerade möglich.
  • Esst keine überlagerten Eier. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, werft sie weg. Punkt. Aus hygienischen Gründen kommt keine Pappe oder Papier in den Kühlschrank, also auch kein Eierkarton. Um das Mindesthaltbarkeitsdatum im Blick zu behalten, schreibt es auf ein Ei oder klebt das Etikett der Schachtel auf eines der Eier, dann müsst ihr euch nicht so viel merken. (^.^)

Aber kommen wir nun zur grundsätzlichen Verwendung von Eiern in der Küche:

  • Mit dem Eiweiß kann man super Brühen, die trüb geworden sind, wieder klären - das ist aber nur Optik. Sehr viel beduetender ist die Verwendung von steif geschlagenem Eiweiß, dem Eischnee. Er lockert und vergrößert Gepbäck. Die im Eischnee eingeschlagene Luft dehnt sich beim Backen aus, das feste Gerüßt der Eiweißketten sorgt dafür, dass die Luft nicht entweichen kann. Das Gebäck geht also auf. Wichtig zum Schlagen von Eischnee ist, dass die Schüssel und die Rührbesen absolut fettfrei, also frisch gespült sind.
  • Mit dem Eigelb kann man Suppen und Saucen wunderbar binden. Wichtig dabei ist, dass die Speise danach nicht mehr kochen darf, da ansonsten das Eigelb wieder ausfällt, das passiert bereits ab 60° C. Zudem dient Eigelb als Emulgator: eigentlich nicht mischbare Flüssigkeiten wie Wasser und Öl werden durch das verschlagen mit Eigelb so miteinander gebunden, dass sie sich nicht wieder voneinander absetzen.
Wichtig dabei ist, dass ihr immer dann, sobald ihr Eier trennen müsst, das absolut sorgfältig macht. Nur kleinste Spuren von Eigelb im Eischnee machen diesen unbenutzbar. Da hilft am Ende nur Üben - Üben - Üben und ein paar kleine Tricks, die ich euch bald noch zeigen werde.

Sonntag, 13. August 2017

Häkelmuster - Vierfachstäbchen

Ein etwas kompakteres Gittermuster möchte ich euch heute zeigen. Hierfür werden in der ersten Reihe vier Luftmaschen im Wechsel mit einer festen Masche gehäkelt, die in den darunter liegenden Luftmaschenbogen zwischengestochen wird. In der darauf folgenden Reihe werden vier einfache Stäbchen mit einer Luftmasche im Wechsel gehäkelt, wobei hier die Stäbchen in den darunter liegenden Luftmaschenbogen zwischengestochen werden.

Montag, 7. August 2017

Museen in München - Die staatliche Münzsammlung

Eines vorneweg: ich habe absolut keine Ahnung von Numismatik. Ich schaue mir aber gerne Münzen an, und das ganz ohne die Not mehr über die Münzkunde lernen zu müssen. Ich mag die große Geschichte und die kleinen Geschichtchen darum herum. Daher möchte ich euch heute die staatliche Münzsammlung empfehlen, die zwar keine der großen Sammlungen auf diesem Gebiet ist, die aber dennoch einen schönen Überblick liefert. Einige Impressionen habe ich für euch zusammengestellt:

Samstag, 5. August 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Reis

Reis ist ebenfalls eine Getreidesorte, nachdem er aber für gewöhnlich anders zubereitet wird als die anderen Getreidesorten, möchte ich ihm einen eigenen Beitrag widmen.

Reis enthält entgegen diverser Ernährungs- bzw. Diätmythen genauso wie alle anderen Getreidesorten auch, viele Kohlehydrate, wenig Eiweiß und so gut wie kein Fett (und keiner dieser drei elemantaren Bestandteile unserer Ernährung ist per se "böse").

Reis lässt sich in Sorten einteilen. Die Einteilung richtet sich dabei nach der Form und der Bearbeitung des Reiskorns.

Reis nach Bearbeitung:

  • Braunreis ist ein nur von den Spelzen befreiter Rohreis. Im Handel ist er - gereinigt und verlesen - als Naturreis erhältlich.
  • Weißreis ist abgeschliffener und vom Keimling befreiter und polierter Braunreis. Mit diesem Verarbeitungsschritt gehen jedoch wesentliche Nährstoffe verloren.

Reis nach Form:

  • Langkornreis hat ein langes schmales Korn, der beim Kochen körnig-locker bleibt. Zum einsatz kommt Langkornreis als Wasser- oder Quellreis, für gedünsteten Reis sowie für Reissalat.
  • Rundkornreis hat eine breite kugelige Form, der sehr weich kocht. Man verwendet ihn für Milchreisgerichte und Risotto.

Auch bei Reis gibt es unterschiedliche Qualitäten im Handel. Bei Spitzenreis dürfen maximal 5% Bruchreis enthalten sein, bei Haushaltsreis sind bis zu 25% Bruchreis zulässig.

Darüber hinaus gibt es spezielle Reissorten, die man für gelungene Gerichte nicht unbedingt braucht, aber der Markt gibt es nun mal her, für spezielle Reissorten, die eine besondere Vielfalt vermitteln sollen, mehr Geld zu verlangen (eigentlich braucht ihr für alle Reisgerichte dieser Welt, nur Langkorn- und Rundkornreis, fertig):

  • Arborio: ein Rundkornreis der in Italien angepflanzt wird. In der traditionellen italienischen Küche ist der Arborio der klassische Reis für Risotto.
  • Basmati: ein besonders aromatischer Langkornreis (wobei ich ehrlicherweise keinen Unterschied zu normalem Langkornreis schmecke, aber ich schmecke auch aus Wein keine Blumen- und Schokonoten heraus). Basmati ist übrigens exakt das gleiche wie Duftreis, Basmati ist indisch für "der Duftende".
  • Jasminreis: vergleichbar zum Basmati, er wird jedoch nicht in Indien sondern in Thailand gepflanzt.
  • Klebreis: eine besonders stärkereiche Variante, die beim Kochen aneinanderklebt. Wird auch als Sushireis gehandelt. Den braucht man allerdings wirklich um Sushi selbst zu machen, ansonsten ist er aber auch durch die klassischen Reissorten substituierbar.
  • Patnareis: ein indischer Langkornreis, der nach der indischen Stadt Patna benannt wurde.
  • Wildreis: Achtung jetzt kommts: ist eigentlich gar kein Reis, sondern der Samen einer Wasserrohrpflanze, der ausschließlich in Nordamerika wächst und in aller Regel vermischt mit Weißreis verkauft wird.


Desweiteren gibt es im Handel vorbehandelte Reissorten, die ebenfalls (unnötig) teurer sind:

  • Paraboiled Reis wird beim Schälen mit hohem Dampfdruck behandelt, so dass Nährstoffe aus Silberhaut und Keimling in das Korn übergehen und damit beim Abschleifen und polieren nicht verloren gehen. Paraboiled Reis gibt es sowohl als Lang- als auch als Rundkornreis.
  • Schnellkochreis ist vorgekochter und wieder getrockneter Reis, der in nur 3 bis 5 Minuten fertig zubereitet ist. Auch Schnellkochreis gibt es als Lang- und als Rundkornreis.
  • Kochbeutelreis ist nichts anderes, als Reis, der zu 125 g in Plastikbeutelchen abgepackt ist und bei dem das Entnehmen aus dem Kochwasser erleichtert ist.


Die Zubereitung von Reis ist denkbar einfach - umso erstaunlicher ist es, dass sich Dinge wie Schnellkochreis, oder Kochbeutelreis überhaupt entwickeln konnten - hier die klassischen Varianten (gilt beidermaßen für Weiß- und Braunreis; Braunreis hat lediglich längere Kochzeiten):

  • für Wasserreis wird der Reis ähnlich der Nudel in reichlich Salzwasser gekocht und in einem Sieb abgegossen; die Kochzeit für Weißreis beträgt 15 Minuten, die für Braunreis etwa 20 Minuten
  • eine Alternative zum Wasserreis, ist der Quellreis, bei dem der Reis auch aromatischer schmeckt. Bei dieser Zubreitungsart werden Reis und Wasser im Mischungsverhältnis 1:2 zum kochen gebracht, der Reis soll dann bei niedriger Temperatur quellen bis das gesamte Wasser aufgesogen ist. (Daraus ergibt sich dann auch die Umrechnungsformel roher zu gekochter Reis: 100 g roher Reis entsprechen 300 g gegarten Reis, er quillt also um das dreifache auf). Für Risotto wird etwas mehr Flüssigkeit benutzt, damit es schön schlonzig wird. Hier ist das Mischungsverhältnis 1:3.
  • Manche Reissorten müssen vor dem Kochen kalt abgebraust werden, um die Talkumschicht zu entfernen. Ob es bei eurem Reis der Fall ist, findet ihr auf der Packung.
  • Wildreis, der ja nun, wie wir nun wissen, kein richtiger Reis ist, kocht 40 - 60 Minuten. er ist gar, wenn ca. die Hälfte der Wildreiskörner aufgeplatzt ist.

Dienstag, 25. Juli 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - der Teint

Die 60er Jahre werden zwar wieder etwas bunter, es wird allerdings lange nicht so dick aufgetragen wie in den 20er und v.a. in den 30er Jahren. Insbesondere der Teint bleibt natürlich. Im Vergleich zu den 40er und 50er Jahren hat sich beim Make-up auch nicht groß etwas verändert: für gewöhnlich wird zunächst eine leicht lila getönte Veilchencreme aufgetragen, die dem Teint diesen fantastischen Glow verleiht, den man aus alten Filmen und von alten Bildern kennt. Darüber folgen Foundation und Puder dazwischen und danach außerdem diverse Abdeck- und Konturierungsarbeiten, abgeschlossen mit einem Hauch von Rouge.

Auch der Teint der 60er Jahre lässt sich damit leicht mit heutigen Mitteln nachschminken. Veilchencreme gibt es zwar heute noch, allerdings nicht mehr mit der natürlichen leichten lila Tönung, diese wird heute gerne chemisch entfernt. Dafür gibt es aber Primer, mit genau der richtigen lila Tönung. Ansonsten reichen unsere ganz gewöhnlichen Make-up-Produkte aus Drogerie und Parfümerie um sich  den Teint ganz im Stile der 60er Jahre zu schminken. Mein Teintprogramm habe ich euch einschließlich lila Primer bereits schon einmal zusammengestellt:
Lilis kleine Malstunde - Der Primer
Lilis kleine Malstunde - Die Grundierung
Lilis kleine Malstunde - Konturieren und Kaschieren


Mittwoch, 19. Juli 2017

Ein Schrebergärtchen für uns - Der Werkzeugschuppen

Dass der Werkzeugschuppen im hinteren Teil des Gartens aufgrund Bauauflage abgerissen werden muss, hatte ich euch ja schon erzählt. Ideen, was dort hin kann, hatten wir durchaus auch schon. Nachdem der Geräteschuppen auf einem Betonfundament steht und selbst aus einer schönen Balkenkonstruktion besteht, dachten wir zunächst an eine schöne Pergola, an der auch der alte Weinstock, der dort gepflanzt ist, schön rankeln hätte können. Beim Abriss hat sich dann jedoch herausgestellt, dass die wunderbare Balkenkonstruktion komplett vom Holzwurm zerfressen ist und zudem das Betonfundament nicht durchgängig betoniert ist, sondern nur das Außenfundament betoniert ist. Zwischen den Betonmäuerchen befindet sich der blanke Boden. Also nichts wird es mit der romantischen Pergola umgeben von Weinreben...

Nun ja, das Betonfundament ist aber nun da, und abreißen müssen wir das auch nicht unbedingt, also wird daraus nun eben ein gemauerter Komposthaufen, zu dem es demnächst näheres gibt.
Was aus dem schönen alten Weinstock wird, wissen wir noch nicht, umpflanzen ist - einem schnellen Googlen zufolge - wohl schwierig bis unmöglich. Naja, wir werden sehen...

Montag, 17. Juli 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Teigwaren

Bei dem Begriff "Teigwaren" denke ich als aller erstes an klassische italienische Pasta, was vermutlich vor allem an meinen persönlichen Präferenzen liegt, denn eigentlich zählen zu den Teigwaren auch Eiernudeln, Spätzle, Knödel, Nockerl (" eine bayrische Verballhornung von "Gnocci"), Maultaschen und so weiter und so fort.

Erfreulicherweise gibt es bei Teigwaren nicht sonderlich viel zu beachten, lediglich zur Lagerhaltung habe ich einige wenige Hinweise für euch:

Frischprodukte, also nicht getrocknete Teigwaren, sind im Kühlschrank gelagert nur wenige Tage haltbar. Als Faustregel gilt: je mehr Eier, desto kürzer die Haltbarkeit. Wer seine Frischteigwaren als Fertigprodukt im Supermarkt kauft, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass zur Haltbarmachung keine chemischen Konservierungsstoffe (insb. Sorbinsäure, E200) zugesetzt wurden. Besser als fertig kaufen, ist aber immer selbst machen, gerade bei Teigwaren, ist das wirklich sehr anspruchslos, das kann wirklich jeder. (^.^)

Getrocknete Teigwaren ohne Ei, luftig, trocken und bei Raumtemperatur gelagert, sind mindestens drei Jahre haltbar; Vollkornbprodukte und Teigwaren mit Ei immerhin ca. 1 Jahr.

Samstag, 15. Juli 2017

Häkelmuster - Tripplestäbchen II

Ein weiteres schönes Muster aus Dreifachstäbchen ist das folgende: Hierfür häkeln wir abwechselnd Luftmaschenbögen und eine Gruppe aus drei Stäbchen. Nach der Anschlagreihe folgen die ersten Luftmaschenbögen. Zum Wenden wird eine Luftmasche gehäkelt. Dann folgen drei weitere Luftmaschen gehäkelt. In der darunter liegenden Reihe werden drei Maschen übergangen, in die vierte darunterliegende Masche wird eine feste Masche gehäkelt. Nun geht es bis zum Ende der Reihe weiter im Wechsel: drei Luftmaschen eine feste Masche in die jeweils vierte darunter liegende Masche. Zum Wenden brauchen wir zwei Luftmaschen. In jeden der Bögen werden nun drei Stäbchen gehäkelt, gefolgt von einer Luftmasche um die darunter liegende feste Masche zu übergehen. Schnell ergibt sich so das darunter gezeigte kompackte Durchbruchmuster. (^.^)