Donnerstag, 1. März 2018

Die Laufstegtrends Frühjahr/Sommer 2018

Die diesjährigen Frühjahr-/Sommerkollektionen sind sehr einheitlich, die entsprechenden Key-Looks damit übersichtlich, dennoch gibt es Neues bzw. lange Verschwundenes wieder zu entdecken, wenn auch mehrheitlich auf Altbewährtes gesetzt wird. Selbstverständlich gibt es auch einiges für uns Vintagedamen frisch von den Laufstegen:

Bunte Hosenanzüge
Seit letzter Saison ist der Hosenanzug zurück, jetzt wird es bunt, ganz zur Freude unserer Politikdamen von Angie bis Hillary, die den Trend schon trugen, als er noch lange nicht Trend war - was sie nun trotzdem nicht zu Trendsetterinnen macht, sind doch die Schnitte der neuen bunten Anzüge sehr viel aufregender und trotzdem mit einem herrlichen 40er und 50er Jahre Charme.

Karo
Ja, ihr seht richtig, Karomuster im Sommer auch das geht, von Glencheck über Vichy bis Pepita ist alles dabei, gerne auch in Kombinationen mit anderen Mustern.

Jeans
Der Denimtrend bleibt, die Schnitte werden allerdings femininer und aufregender, die Beine sind Skinny oder Marlene, es ist also auch für jede Tagesform etwas dabei.

Blumen
Keine Sommerkollektion ohne Blumenmuster, so selbstverständlich auch in dieser Saison, hier in Kombination mit klassischen, schlichten Schnitten.

Transparenz
Auch transparente Stoffe sind ein Sommerklassiker, der jedes Jahr so pünktlich kommt, wie Krokusse im März. Diese Saison hat der Transparenztrend eine herrlich weibliche Note, der etwas nach Boudoir wirkt, ohne dass es aber zu nackt wird.

Western
Das ist neu: der Westernlook ist wieder da, zu freude der Rockabillyfraktion, endlich gibt es den Westernlook in aufregend-hochwertig in den Läden zu kaufen, man muss nicht mehr auf schlechte Repros aus Kunstfaser zurückgreifen. (^.^)

Donnerstag, 1. Februar 2018

Mein Bullet Journal - Der Februar

Mittlerweile habe ich eher ein Gefühl dafür, was ich in meinem Bullet Journal brauche, das Januar-Layout ist es nämlich nicht. (^.^) Ich habe privat verhältnismäßig wenig fixe Termine - ok, das wusste ich vorher auch schon - aber auch meine To Do's lassen sich nicht wirklich fix planen. Ich bin privat eher nach dem Lustprinzip orientiert, daher ist es schwierig feste Zeiten für To Do's einzuplanen. Eine Wochenliste mit den To Do's der Woche erscheint mir da sinnvoller. Mein Monatslayout Februar sieht also etwas anders aus, aber dennoch bin ich noch in der Probierphase. (^.^)

Dienstag, 23. Januar 2018

So leicht bindet man aus einem Schal einen 50er-Jahre-Turban

Ich mag es ja einfach und unkompliziert. Allerdings gibt es Tage, da wollen meine Haare nicht einfach und unkompliziert sein... Bad-Hair-Day-Alarm also... Und dann gibt es Tage, da müsste ich eigentlich meine Haare ordentlich stylen, habe aber wahlweise keine Zeit oder keine Lust... Und es gibt Tage, da will ich am Abend oder am nächsten Tag phantastisch aussehen und habe deshalb bereits Pin-Curls oder Lockenwickler im Haar, müsste aber dringend mal raus und unter Leute, aber so...

Die Lösung bei mir heißt Turban! In jedem meiner Lieblingsjahrzehnte waren Turbane in Mode. Sie wurden zwar unterschiedlich gebunden, aber da waren sie immer, und immer sahen sie cool aus und tun genau das auch heute noch. Das Herrlichste daran: einen zeittypischen Turban zu binden ist wirklich leicht und unkompliziert, also genau meins. (^.^)

Heute möchte ich euch eine 50er-Jahre-Variante zeigen, die ich auf einer abfotografierten Anleitung auf Pinterest für mich entdeckt habe:
Zur besseren Nachvollziehbarkeit habe ich euch ein kleines Video gemacht, damit ihr den Bindevorgang besser und leichter nachvollziehen könnt. (^.^)
Musik: Miss Nicollet & Te Novelairs "Crazy over you" Public Domain über archive.org

Mittwoch, 17. Januar 2018

Olivenöl mit Orange

Aromatisierte Öle sind zwar wirklich lecker aber auch wirklich teuer, zumindest wenn man sie im Laden kauft. Dabei sind sie so einfach, schnell und vor allem günstig gemacht. Wie einfach, schnell und günstig möchte ich euch heute zeigen. (^.^)

Für eine Flasche mit 500 ml Öl:
3 Bio-Orangen
400 ml natives Olivenöl

Die Orangen heiß abwaschen, abtrocknen und mit einem Sparschäler dünn schälen. Mit einem nicht all zu scharfen Messer das Weiße auf der Innenseite der Schale vorsichtig abschaben. Die Schalen in eine Flasche mit weiter Öffnung geben. Mit Olivenöl auffüllen und das ganze ca. 4 Wochen durchziehen lassen, dabei am besten in einem kühlen Raum lagern. Danach kann man die Orangenschalen entnehmen, muss man aber nicht (sieht auch noch schön dekorativ aus). Fertig ist das aromatisierte Olivenöl mit Orange, das herrlich fruchtig in Salaten aber auch zu Kurzgebratenem schmeckt

Samstag, 13. Januar 2018

40er Jahre Frisuren - Betty Grable Bangs

Heute möchte ich euch eines DER Pin-ups der 1940er Jahre zeigen, die nicht nur mit ihrer tollen Figur und ihrem hübschen Gesicht sondern auch mit ihren ausgefallenen Frisuren auffiel. Die Rede ist natürlich von Betty Grable und heute mochte ich euch eine Frisur zeigen, die sogar nach ihr benannt wurde, die von Szenelaien und -anfängern allerdings fälschlicherweise oft als Poodle bezeichnet wird: den Betty Grable Bangs:

Betty Grable Bangs sind herrlich leicht gelegt. So geht es:

Die Haare waschen und lufttrocknen lassen bis sie nur noch leicht feucht sind, bzw. die Haare leicht anfeuchten.
Die Ponypartie in einem Viereck abteilen, die übrigen Haare zur Seite stecken. Gleichmäßig große Strähnen abteilen, mit Festiger einsprühen und zu stehend nach vorne gewickelten Pin Curls legen. Arbeitet dabei von hinten nach vorne hin zur Stirn. Insgesamt legt ihr 12 Pincurls mit je 4 Pin Curls in drei Reihen.

Die Haare nun komplett durchtrocknen lassen - am besten über Nacht.

Jetzt bürstet euer Haar schräg nach vorne oben locker über den Handrücken aus. Steckt einen Haarfüller knapp über dem Haaransatz an der Stirn mit einigen Haarnadeln fest und drapiert die Locken locker darüber. Sichert eure Bangs mit einigen weiteren Haarnadeln und gebt einen ordentlichen Schluck Haarspray darüber. Die Lengen werden nach oben gekämmt und zu einem sehr hohen Pferdeschwanz gebunden. Der Pferdeschwanz wird nun zu einer nach vorne gewickelten Rolle eingeschlagen und mit einigen Haarklammern gesichert. Über den Haargummi kommt eine Schleife, um diesen zu kaschieren. Eventuelle Fliegehärchen klebt man am besten mit etwas Pomade fest und fertig sind die Betty Grable Bangs (^.^)


Freitag, 12. Januar 2018

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Butternudeln

Auch Butternudeln kannte ich bisher nicht, das Rezept klingt aber sehr vielversprechend und ausnahmsweise enthält es auch ausreichend Angaben, daher war es ein leichtes, die Butternudeln auszuprobieren. (^.^)

So gehts:
320 g Toast
125 ml Milch
2 Eier
1/2 Würfel Hefe
100 g Butter
80 g Zucker
1/2 TL Salz
250 g Mehl

250 g Butter für die Form
Zimt-Zucker zum Bestreuen


Im Originalrezept werden anstelle von Toast Semmeln verwendet. Toast hat allerdings den Vorteil, dass er sich leichter verarbeiten lässt. (^.^) Vom Toast die Rinde abschneiden und zu kleinen Würfeln schneiden. 100 ml der Milch erwärmen und über die Toastwürfel gießen. Die Masse abkühlen lassen. Eine kleine Mulde in die Masse drücken, die Hefe hineinbröckeln, die übrige Milch und 1 EL des Zuckers zugeben und die Hefe so auflösen. Den Vorteig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.
Die Butter zergehen lassen und zusammen mit den Eiern, dem übrigen Zucker, dem Salz und dem Mehl zum Vorteig geben und alles locker verkneten. Nochmals ca. 1 Stunde gehen lassen.
Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. In einer Auflaufform 250 g Butter zergehen lassen (das am besten direkt im vorheizenden Backofen).
Aus dem Hefeteig mit zwei Löffeln kleine Nudeln stechen und in die Auflaufform setzen. Das ganze in ca. 40 Minuten goldgelb backen und dick mit Zimt-Zucker betreuen. Dazu schmeckt Vanillesauce und sollte versehentlich etwas übrig bleiben: die Butternudeln schmecken auch kalt sehr fein. (^.^)

Donnerstag, 11. Januar 2018

Eine Hose unsichtbar reparieren

Manchmal gehen Hosen nicht da kaputt, wo sie normalerweise kaputt gehen sollten, sondern an den wirklich dämlichen Stellen, wo es auch wirklich schwierig ist, sie zu reparieren, ohne dass es nach geflickt und damit nach ärmlich aussieht. Da reißt eine Gürtelschlaufe aus, ein Ziernaht löst sich auf, oder so wie in meinem Falle bei meiner roten Jeans: eine der Taschen löst sich. Würde man die Tasche nun so, wie sie ist einfach festnähen, oder mit Textilkleber sichern, dann würde man das sehen. Und reparierte Dinge, die auch nach repariert aussehen, sehen nicht gut aus...

Also was tun? Wegwerfen kann hier kaum die Lösung sein... Leider gibt es hier nicht die eine richtige Lösung, lediglich einen Lösungsweg, den man beschreiten kann. Der wäre: erstmal abtrennen/auftrennen, sowie waschen und bügeln; sind die Nahtlöcher dann noch sichtbar, bzw. die Nahtstellen farblich heller als der Rest der Hose gibt es eine runde Textilfarbe zum auffrischen. Nach dem Färben wird nochmal gewaschen und gebügelt, sind die Nahtlöcher auf dann noch sichtbar muss dort wo was war, auch wieder was drauf. Ich klebe mit Textilkleber die Taschen wieder drauf (mit Textilkleber deshalb, weil es schier unmöglich ist, die richtige Nähfadenfarbe zu treffen). Alternativ kann man die Stellen aber natürlich auch mit anderem Stoff benähen, die Stellen besticken, mit Borten benähen etc.

Dienstag, 9. Januar 2018

Stricken für Anfänger: Unser sechstes Projekt - Einfache Socken: Die Ferse

Jetzt gehts weiter mit der Ferse, dem - versprochen - schwierigsten Teil beim Socken stricken. So gehts:
Die Ferse wird über die erste und vierte Nadel gestrickt, die Maschen der zweiten und dritten Nadel werden also still gelegt und kommen auf einen Maschenraffer. Die Ferse selbst wird in Reihen gestrickt. Das Knäuel in der Mitte bleibt am geschicktesten dort wo es ist und ihr setzt für die Ferse ein neues Knäuel an, der Faden des ersten Knäuels wird in jeder zweiten Reihe mit dem Arbeitsfaden über Kreuz gelegt und so mitgeführt.
Fersen stricke ich verstärkt, damit der selbstgestrickte Strumpf schön stabil bleibt. Hierfür kann man einen Faden mitlaufen lassen, nachdem ich aber vernähfaul bin bevorzuge ich abgehobene Maschen. Hierfür wird in der Hinreihe im Wechsel eine Masche wie zum links stricken abgehoben (der Arbeitsfaden bleibt aber hinten) eine Masche rechts gestrickt. Die Rückreihe wird normal links gestrickt. Die Randmaschen werden dabei beide immer rechts gestrickt. Es werden insgesamt zwei Reihen weniger gestrickt, als Maschen auf der Nadel sind. Bei mir liegen 24 Maschen auf der Nadel, ich stricke also 22 Reihen.
Für die Schrägung des sog. Fersenkäppchens - wir stricken hier ein einfaches Käppchen - wird in jeder Reihe am Reihenanfang und Ende je eine Masche abgenommen, bis nur noch 1/3 der Ursprungsmaschen, bei mir also 8 Maschen übrig sind. (Sollte die Maschenzahl nicht durch 3 teilbar sein, wird der Rest zu den übrigen Maschen gerechnet, bei 22 Maschen auf der Nadel bleiben also auch 8 Maschen am Ende übrig.)
Jetzt stricken wir den so genannten Spickel, also biegen mit dem Strickstück um die Fersenrundung. Dafür werden die Maschen auf der Fersennadel wieder auf zwei Nadeln verteilt. Die 1. Nadel wird gestrickt - in meinem Falle rechts. Am Rand der Fersenkante werden auf jeweils die Hälfte der ursprünglichen Fersenmaschen aufgenommen. Ich hatte 24 Maschen auf der Nadel, ich nehme also 12 Maschen aus den Randmaschen der Ferse auf. Zusätzlich wird aus dem Querfaden zwichen Ferse und 2. Nadel eine Masche herausgestrickt. Auch die stillgelegten Maschen werden wieder auf das Nadelspiel verteilt und ebenfalls Gestickt, nun wird aus dem Querfaden zwischen 3. Nadel und Ferse eine Masche herausgestrickt, wieder 12. Maschen aufgenommen und schließlich die 4. Nadel gestrickt. Nun folgt noch eine weitere Reihe glatt rechts, bevor dann und anschließend in jeder 2. Reihe am Ende der 1. und am Anfang der 4. Nadel jeweils eine Masche abgenommen wird, bis wieder die ursprüngliche Maschenzahl erreicht ist. Und schon sind wir auch rum um die Kurve und die Ferse ist fertig. (^.^)

Sonntag, 7. Januar 2018

Stricken für Anfänger: Unser sechstes Projekt - Einfache Socken: Der Schaft

Nach unserem kleinen Exkurs zu Schal und Mütze, möchte ich heute unseren Anfängerkurs fortsetzen, der sich schön langsam aber sicher dem Ende zuneigt. Heute widmen wir uns dem Stricken von Socken, und zwar in ihrer einfachsten Form.

Socken werden normalerweise mit Nadelspiel gestrickt. Meine Zielsocken sollen zwar einfache aber dafür warme "Zu Hause Socken" passend zu meinem Raglanpulli werden, ich stricke also mit der gleichen Wolle: Fashion Balance DK von Rico Design. 50 g haben eine Lauflänge von 115 m. Ich nutze ein Nadelspiel in Stärke 4.
21 Maschen und 30 Reihen glatt rechts gestrickt ergeben 10x10 cm.

Je nach Schuhgröße variiert auch die Schaftbreite für Socken; für Erwachsene hier ein kleiner Überblick mit Richtwerten für die Berechnung der Maschenanzahl, die idealerweise durch vier teilbar ist:

  • Schuhgrößen 32 - 35: 20 cm Umfang
  • Schuhgrößen 36 - 39: 22 cm Umfang
  • Schuhgrößen 40 - 43: 24 cm Umfang
  • Schuhgrößen 44 - 47: 26 cm Umfang

Ich stricke für Größe 38, damit werden zunächst 48 Maschen angeschlagen. Über 15 Reihen, also 5 cm wird ein Bündchenmuster mit einer Masche rechts, einer Masche links im Wechsel gestrickt. Anschließend folgen 20 Reihen glatt rechts. Fertig ist der Schaft unserer Socken. Im nächsten Schritt geht es weiter mit der Ferse, wie das genau funktioniert, zeige ich euch beim nächsten Mal. (^.^)

Freitag, 5. Januar 2018

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Schmarrn

Jeder der "Schmarrn" hört denkt als erstes unweigerlich an die berühmteste Spielart des Schmarrn, den Kaiserschmarrn. Das Grundrezept des Schmarrn ist aber sehr viel weniger aufwendig und das zeige ich euch heute; einmal mehr mit dem Familienrezept, mehr als man solle einen dicken Pfannkuchenteig machen, schreibt Erna Horn in ihrer Rezeptsammlung nämlich nicht. (^.^)

250 g Mehl
400 ml Milch
4 Eier
1 Prise Salz
50 g Butterschmalz
Zucker zum bestäuben

Das Mehl mit einem guten Schuss der Milch klumpenfrei glatt rühren, die übrigen Zutaten zugeben gut verrühren und den Teig ca. 30 Minuten quellen lassen.

Das Butterschmalz in einer tiefen Pfanne zerlassen, den gesamten Teig hineingießen und braten. Sobald der Teig unten bräunt den Schmarrn mit zwei Pfannenhebern "umstechen", also zerreißen und das jeweilige Stück wenden. So die Teigstücke durchbraten, ohne dass sie trocken werden (ggf. noch etwas Fett zugeben), auf einer Platte anrichten, mit Zucker bestäuben und schmecken lassen. (^.^)

Dazu gibt es Kompott, bevorzugt Apfelkompott gerne aber auch Zwetschgenröster und: der Schmarrn ist kein Dessert sondern ein Hauptgang. Das schlicht deshalb, weil er viel zu mächtig ist, um ihn als Dessert zu essen. (^.^)


Mittwoch, 3. Januar 2018

Häkelmuster - Tripplestäbchen IV

Heute gibt es wieder ein etwas kompakteres Muster aus Dreifachstäbchen. in Reihe eins wird in jede dritte Masche eine feste Masche gehäkelt. Zwischen den festen Maschen sind jeweils zwei Luftmaschen. In Reihe zwei werden in jede feste Masche drei Stäbchen gehäkelt. Zwischen den Stäbchengruppen werden keine weiteren Maschen gehäkelt, so dass in Reihe zwei eine reine Stäbchenreihe gehäkelt wird. Die beiden Reihen werden dabei jeweils im Wechsel gehäkelt.

Montag, 1. Januar 2018

Mein Bullet Journal - Der Januar

Mein erstes Monatslayout ist fertig... und ich war mir noch enrom unsicher, was ich brauche und welches Layout für mich überhaupt Sinn macht. Ich möchte mit mein Bullet Journal nur privat nutzen, Sinn und Zweck ist es also nicht mir damit Jobtermine zu planen und Besprechungsmitschriften zu visualisieren und genau deshalb weiß ich nicht so recht was ich genau brauche, also welches Layout, wieviel Platz etc. Ich habe also einfach mal drauf los gemalt um so etwas auszuprobieren. Natürlich gibt es auch die Klassiker wie die Monatsübersicht, das Stimmungsbarometer ("Moodtracker") und einer Zielerreichungsskala ("Habit Tracker"). Ich berichte selbstverständlich wie gut ich klar komme (^.^)

Freitag, 29. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Wurst: Bamberger Blaue Zipfel

Die Bamberger Blauen Zipfel, sind - wie der Name schon vermuten lässt - keine altbayrische, sondern eine fränkische Spezialität. Blöderweise hält sich auch hier Erna Horn mit Mengenangaben über Gebühr zurück; "blöderweise" deshalb, weil es hier auch kein Rezept aus dem Familienfundus gibt, dank zweier Kochbücher und viel googeln konnte ich aber ein umsetzbares Rezept, möglichst dicht an der traditionellen Zubereitung zusammenschustern und: lecker wars! Das hat mich ehrlich überrascht, das Rezept las sich seltsam, während der Zubereitung hat es wirklich streng nach Essig gerochen, das Ergebnis war aber wirklich sehr fein.

So gehts:
1 l Salzwasser
125 ml Essig
3 Zwiebeln
1 Lorbeerblatt
2 Wacholderbeeren
4 rohe Bratwürste

Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Das Salzwasser mit dem Essig, dem Lorbeerblatt, den Wacholderbeeren und den Zwiebelringen in einen Topf geben, zum Kochen bringen und 20 Minuten kochen lassen.
Die Bratwürste zugeben und auf niedriger Temperatur (die Würste dürfen nicht kochen) in 15 Minuten gar ziehen lassen.
Die Bratwürste zusammen mit den Zwiebeln und etwas Essigsud anrichten und schmecken lassen.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Mandarinenmarmelade

Meine Mandarinenmarmelade ist die erste richtige Marmelade die ich euch zeige, sofern mich jetzt nicht alles täuscht... Na dann wird es aber Zeit! Noch viel wichtiger: das Projekt "Marmelade" (Marmelade ist nur, was aus Zitrusfrüchten hergestellt wird, alles andere ist Konfitüre) braucht auch noch weiteren Nachschub. (^.^)

Aber jetzt erstmal zu meiner Mandarinenmarmelade:

Man nehme - für 5 Gläser a 220 ml:
1500 g Mandarinen
500 g Gelierzucker 1:3

Zubereitung:
Die Gläser vorbereiten. Die Mandarinen schälen, und mit einem Mixer pürieren. Das Püree durch einen feinen Sieb in einen Topf streichen. Den Gelierzucker zugeben und ca. 2 Stunden durchziehen lassen. Dann die Masse unter rühren 5 Minuten sprudelnd kochen und die Gelierprobe machen. Geliert die Marmelade, wird sie abgeschäumt und in die bereit stehenden Gläser gefüllt. Diese sofort verschließen und zunächst 15 Minuten auf dem Deckel stehend, dann richtig herum stehend abkühlen lassen.

Die Mandarinenmarmelade hält sich locker ein Jahr.

Freitag, 22. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Kleingebäck - Anislaiberl

Um mich gleich mal kurz zu fassen: die Anislaiberl sind geschmacklich wirklich lecker (für meinen Geschmack dürfte es aber mehr Anis sein), optisch allerdings ein Disaster. Erna Horn empfiehlt gar noch, die Plätzchen über Nacht stehen zu lassen, damit sie schön aufgehen. Bei der Mischung an Backzutaten, entsteht allerdings eher dickliche Suppe, da geht nichts mehr auf, sondern läuft lediglich auseinander und so sehen sie nunmal aus. So lecker sie also auch schmecken mögen, das Rezept kommt nicht auf meine Hitlist, Kekse gibts wirklich bessere.... Auch Aniskekse...

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Häkelmuster - Tripplestäbchen III

Ein weiteres schönes Muster aus Dreifachstäbchen ist das folgende: Hierfür häkeln wir abwechselnd Luftmaschenbögen und eine Gruppe aus drei Stäbchen. Nach der Anschlagreihe folgen zunächst Luftmaschenbögen; drei Luftmaschen im Wechsel mit einer festen Masche gehäkelt; mit den Luftmaschen werden ebensoviele Maschen aus der Anschlagreihe übergangen, d.h. in jede vierte Masche wird eine feste Masche gehäkelt. Nun folgt die Stäbchenreihe. In jeden zweiten der darunter liegenden Luftmaschenbögen werden drei Stäbchen gehäkelt, die anderen Luftmaschenbögen werden mit festen Maschen übergangen: drei Stäbchen, zwei Luftmaschen, eine feste Masche, zwei Luftmaschen, wieder drei Stäbchen und so weiter.
Diese beiden Reihen, die Luftmaschenbögen und die Stäbchenreihe werden nun immer im Wechsel gehäkelt:

Dienstag, 19. Dezember 2017

Der Look von Lauren Bacall

Lauren Bacall war in den 40er und 50er Jahren zweifelsohne eine DER Stiliconen, die vor allem durch ihre Natürlichkeit und ihre kühle Eleganz überzeugte. Lauren Bacalls Frisur in den 40er Jahren, so wie ihr sie rechts sehen könnt, ist eine meiner Favoriten, die ich mir immer wieder gerne lege. Mit der Frisur sind die Haare gemacht ohne "zu viel" zu sein, das heißt, ich kann so auch in die Arbeit gehen und sehe trotzdem, oder gerade deshalb, seriös und erwachsen aus. Zudem geht das Legen des Pin-Curl-Sets schön schnell, das auskämmen und legen genauso und - was am aller besten ist - das Set überlebt bei entsprechender Pflege eine ganze Woche. (^.^)

So gehts:
Wascht wie gewohnt eure Haare und legt sie handtuchtrochen in das folgende Legeschema:


Am nächsten Tag löst ihr die Pin Curls und kämmt sie partienweise gründich aus. Um die typische Welle in der Ponypartie zu bekommen, klammert ihr die Haare so wie linksstehend zu sehen in Wellen, gebt etwas Haarspray darüber und lasst es gut trocknen.

Nach dem Trocknen kommen die Klämmerchen wieder raus und fertig ist der Lauren Bacall-Look:


Fehlt noch Laurens Make-up. Sie trägt hellbraunen Lidschatten, den sie, typisch für die 40er Jahe auf dem gesamten Oberlid  aufträgt, abgesehen von der Highlighterstelle unter dem Augenbrauenbogen. Die Wimpern sind dezent getuscht. Die Augenbrauen sind definiert und leicht betont nachgezogen, ihre Lippen sind mit einem orangeroten Lippenstift geschminkt.

Meine Übersetzung dazu sieht sehr ähnlich aus. Ich schminke meinen Teint wie gewohnt. Die Augenbrauen ziehe ich mit Augenbrauenpuder nach und fixiere sie mit einem farblosen Brauengel. Auf das Oberlid trage ich meinen Bronzer als Lidschattenersatz auf; lediglich unter den Brauenbogen kommt etwas perlmutfarbiger Lidschatten. Entlang des Wimpernkranzes trage ich eine dünne (!) Linie Eyeliner auf und tusche die Wimpern. Auf meine Lippen kommt orangerote Liptint, die ich aber dezenter auftrage als Lauren Bacall auf dem Bild oben. Fertig wäre meine Adaption des Lauren Bacall Looks:

Sonntag, 17. Dezember 2017

Mein Bullet Journal

Ich bin schon seit einiger Zeit vom aktuellen Blogger-, Pinterest- und Instagram-Trend des Bullet Journals angefixt, zum Start ins neue Jahr wage ich nun den Selbstversuch. Ich habe mir kurzerhand ein Leuchtturm 1917-Notizbuch zugelegt und bisher schon mal die Startseiten befüllt. Zunächst mit dem Inhaltsverzeichnis, gefolgt von einem Jahresdeckblatt und dem so genannten "Future Log", also im Grunde einer Jahresübersicht. Als erklärter Fan von Zielen und absoluter Kritiker von "guten Vorsätzen", habe ich anstelle der üblichen "Level 10 Goals" meine persönliche Zielplanung für das Jahr 2018 mitaufgenommen, einschließlich eines Zieltrackers, was ich als Übersicht dann ganz charmant finde. Zu guter Letzt folgen dann wieder zwei Klassiker, die "Wishlist", bei mir "Wunschzettel" genannt, sowie eine Ideenliste für neue Blogposts.
Über das Jahr werde ich euch jeweils zum Monatsersten mein Layout für den jeweiligen Monat zeigen und außerdem erste Erfahrungen teilen. Ich bin gespannt, wie es mir so geht mit einem Bullet Journal. (^.^)

Freitag, 15. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Kleingebäck

Heute versteht man unter Kleingebäck nach der offiziellen Definition "alle Backwaren, die die Anforderungen an Brot erfüllen und weniger als 250 g wiegen"; also Semmeln, Brezn, etc. Das ist aber weder bei Erna Horn noch in alten Kochbüchern mit "Kleingebäck" gemeint. Vielmehr geht es hier um süße Teilchen, Törtchen und Kekse, also alles was die heimische Kaffeetafel aufwertet, aber eben nicht gleich ein Kuchen oder gar eine Torte ist. Der Vorteil des Kleingebäcks liegt auf der Hand: die Teilchen und Törtchen schmecken länger frisch als ein Kuchen, der, einmal angeschnitten, schnell trocken wird. Zudem bieten sie mehr Abwechslung. Und ja, Oma hat auch während des Jahres Plätzchen gebacken, für Weihnachten gab es nur spezielle Sorten. Und nein während des Jahres heißt es nicht "Keks", Keks ist ein Lehnwort aus dem Englischen und meint ursprünglich nur den Butterkeks, die eigentliche deutsche Bezeichnung ist tatsächlich Plätzchen. (^.^)
Soviel mal zur Sprachkunde, jetzt wird aber gebacken, einiges, wirklich Leckeres habe ich bereits endeckt. (^.^)

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Desserts

Das beste kommt meist zum Schluss, und so ist es auch bei einem guten Essen, zumindest für alle, die einen vergleichbaren Hang zum Süßen haben, wie ich. (^.^) Idealerweise orientiert sich das Dessert am vorausgegangenen Menü: war es eher schwer, reicht man ein leichtes Dessert, war das Menü eher leicht, dann darf es auch gerne eine etwas üppigere Nachspeise sein.

Grundsätzlich lassen sich Desserts in die folgenden Kategorien einteilen:

  • Flammeris werden umgangssprachlich mit dem Lehnwort "Pudding" bezeichnet; Schuld daran hat Dr. Oetker mit seiner "Erfindung" des "Puddingpulvers", dass umgangssprachlich pauschal aus jedem Flammeri ein Pudding wurde. Streng genommen, ist der Pudding nur eine Spielart des Flammeri, der in einer Form im Wasserbad gekocht, dann gestürzt und noch warm auf den Tisch kam. In Kochbüchern, die es genau nehmen werdet ihr also das, was wir unter Pudding kennen, unter dem Begriff Flammeri finden. Und weil wir gerade bei Dr. Oetker sind: es gibt keine sinnlosere "Erfindung" Puddingpulver. Hier kauft ihr nur etwas Speisestärke mit Zucker  vermischt für enorm teures Geld ein. Ein Flammeri ist nämlich wahrlich idiotensicher ganz ohne Pülverchen zuzubereiten. Heiße Milch wird mit Speisestärke (bzw. Grieß oder Reis) gebunden und beliebig abgeschmeckt (Vanille, Kakao, Mandeln etc.). 
  • Grützen werden aus Frucktmark oder -püree zubereitet indem sie mit Speisestärke oder Grieß gebunden werden.
  • Gelees werden aus Flüssigkeiten, also Säften, Wein, Sekt oder dergleichen zubereitet und mit Gelatine gebunden.
  • Cremes werden mit einer Schaummasse aus Eiern und Zucker zubereitet und ebenfalls mit Gelatine gebunden. Gerne wird auch noch geschlagene Sahne untergehoben.
  • Eis lässt sich seinerseits unterteilen in Milcheis (Milch/Sahne, Eier, Zucker, Geschmackszutaten), Cremeeis (Milcheis verfeinert mit geschlagener Sahne), Parfait (Cremeeis mit extra viel geschlagener Sahne), Fruchteis (Fruchtmark, Zucker, Sahne), Sorbet (Saft/Fruchtmark mit Läuterzucker, ggf. Eischnee)
  • süße Saucen werden selten alleine gereicht, sondern runden ein Dessert ab. Hier unterscheidet man Cremesaucen und Fruchtsaucen.

Freitag, 8. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Zwetschgennudeln

Auch Zwetschgennudeln finden sich bei Erna Horn unter Mehlspeisen, obwohl ich sie als Gebäck kenne. Aber auch hier muss ich auf das Familienrezept zurückgreifen, denn auch hier hüllt sich Erna Horn in schweigen bzgl. Zutaten und Mengenangaben.

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
2 EL Zucker
2 Eier
1 TL Salz
250 ml Milch
16 Zwetschgen

Zum Backen:
60 g Butter

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter in eine Auflaufform geben und im vorheizenden Backofen zerlassen.
Die Zetschgen entsteinen, die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und in 16 gleichgroße Teigstücke teilen. Die Teigstücke mit je einer Zwetschge füllen und zu Kugeln rollen, in die Auflaufform setzen und zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Die Zwetschgennudeln bei 180° Ober-/Unterhitze in ca. 40 Minuten goldbraun backen. Danach noch etwa 5 Minuten im Ofen abdampfen lassen und aus der Auflaufform stürzen.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Mein Capsule Wardrobe für den Winter

Ich habe nun schon ein Jahr Capsule Wardrobe für meine Business-Garderobe hinter mir. Nun startet der letzte Testballon, bevor ich den Capsule Wardrobe auf meine Freizeitgarderobe ausweite. (^.^) Ich werde auf jeden Fall immer routinerter im Zusammenstellen und Kombinieren. Das Anziehen morgens ist entspannter und: ich habe wirklich weniger Wäsche, was ganz ungemein entspannt. (^.^)

Freitag, 1. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Rohrnudeln

Rohrnudeln sortiert Erna Horn unter "Mehlspeisen" ein und rät auch dazu diese warm und mit Dessertsauce zu servieren. Ich kenne Rohrnudeln als Hefegebäck, dass es kalt zum Frühstück oder zum Nachmittagskaffee gibt, wobei eine Rohrnudel auseinander gerissen und dick mit Konfitüre bestrichen gegessen wird. Und: bei Mama waren immer noch Rosinen drin - gut, die habe ich um des Testlaufs Willen weggelassen, allerdings einmal mehr auf das Familienrezept zurückgreifen müssen, einmal mehr, mangels Rezept (diesesmal stand gleich mal gar nichts dabei, abgesehen davon, dass man einen Teig machen soll, der nach dem Gehen goldbraun gebacken wird).

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
2 EL Zucker
2 Eier
1 TL Salz
250 ml Milch

Zum Backen:
60 g Butter

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter in eine Auflaufform geben und im vorheizenden Backofen zerlassen.
Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und in 16 gleichgroße Teigstücke teilen. Aus dem Teig Kugeln rollen, in die Auflaufform setzen und zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Die Rohrnudeln bei 180° Ober-/Unterhitze in ca. 40 Minuten goldbraun backen. Danach noch etwa 5 Minuten im Ofen abdampfen lassen und dann aus der Auflaufform stürzen.

Mittwoch, 29. November 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - die Lippen

oben: Jane Fonda, Elizabeth Taylor, Jean Shrimpton
unten: Twiggy, Elizabeth Taylor, Audrey Hebburn
Die Lippenfarbe wird in den 60er Jahren deutlich zurückhaltender, wobei Blassrosa die Farbe der Wahl war, die wir heute noch instinktiv mit "der" Lippenstiftfarbe der 60er Jahre verbinden. Neben dem Blassrosa wurden aber durchaus noch andere zurückhaltende Farben wie Beige- oder Brauntöne getragen. Aber selbst in den 60ern durfte es manchmal bunt werden, aber selbst dann war die Lippenstiftfarbe der Wahl eher ein Orange- denn ein Rotton, wenngleich rote Lippen nie so ganz verschwunden waren.
meine Adaption der 60er-Jahre-Lippen

Freitag, 24. November 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Dampfnudeln

Dampfnudeln sind eines der beiden Gerichte, die sich am prägnantesten von meiner Oma eingeprägt haben. Meine Mutter hat eigentlich nie Dampfnudeln gemacht, wenn es welche gab, dann bei Oma und ich habe sie geliebt. (^.^)

Erfreulicherweise finden sich Dampfnudeln auch in Erna Horns Rezeptsammlung, aber wie gewohnt hält sie sich mit Rezeptangaben großzügig zurück, so dass ihr von mir das ohnehin vertrautere Familienrezept bekommt. (^.^)

Für den Teig:
250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
1 EL Zucker
1 Ei
1/2 TL Salz
125 ml Milch

Zum Dämpfen:
30 g Butter
1 EL Zucker
250 ml Milch

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und in 8 gleichgroße Teigstücke teilen. Aus dem Teig Kugeln rollen und zugedeckt auf der Arbeitsfläche nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Butter Zucker und Milch in einer hohen Pfanne oder einem weiten Topf zum kochen bringen. Die Hefeteigbällchen hineinsetzen, sofort mit einem Deckel  abdecken und die Temperatur auf eine mittlere Temperatur reduzieren. Nach ca. 15 Minuten Kochzeit auf eine niedrige Temperatur reduzieren und in weiteren 15 Minuten fertigdämpfen.

Die Pfanne von der Herdplatte ziehen und erst einige Minuten ruhen lassen, bevor der Deckel geöffnet wird. Dampfnudeln sind sehr temperaturempfindlich; zu früh geöffnet, können sie zusammenfallen.

Perfekt sind die Dampfnudeln, wenn sich an der Unterseite ein schönes Ramerl gebildet hat. Gemeint ist damit eine goldene bis hellbraune Färbung und ein zarter Überzug aus gestockter Milch und karamellisiertem Zucker.

Dazu gibt es Zimt-Zucker, Vanillesauce und Zwetschgenröster. "Und" deshalb, weil in unserer Familie jeder seine eigene Präferenz hatte, daher gab es imer alle drei der Dampfnudelbegleiter zur Auswahl. Ich habe grundsätzlich alle drei genommen. (^.^)

Und: Dampfnudeln schmecken auch kalt, sollten versehentlich doch mal welche übrig bleiben.

Donnerstag, 23. November 2017

Obst und Gemüse trocknen

Eine weitere Möglichkeit um Obst und Gemüse aber auch Kräuter zu konservieren, ist das Trocknen. Eine Konservierungsmöglichkeit, mit der ich mich in der Vergangenheit ehrlicherweise absolut gar nicht auseinandergesetzt habe. Das schlicht deshalb weil ich bisher die Not gar nicht hatte. Jetzt, mit unserem Gärtchen haben wir allerdings reichlich Obst und Gemüse, das es schnell zu verarbeiten gilt. Wie in den meisten Gärten, haben wir auch einen Apfelbaum, und wie bei den meisten Apfelbäumen in Privatgärten, trägt auch dieser Früchte mit eher zwergenhaften Wuchs, dafür aber reichlich davon. Nachdem es mir ehrlich zu doof ist, all diese kleinen Äpfelchen zu schälen, um sie dann einzukochen oder um daraus Kuchen zu machen, ich andererseits die Äpfel aber auch zu schade finde, als "nur" Saft oder Gelee daraus zu machen. Daher möchte ich mich nun am Früchte trocknen versuchen.
Dafür gibt es drei grundsätzliche Möglichkeiten: zunächst auffädeln und aufhängen, dann im Backofen trocknen und schließlich das Trocknen im Dörrautomaten. Nachdem wir den Apfelbaum vermutlich nicht behalten werden (unfachmännisch, also zu flach gepflanzt, daher sehr instabil und ebenfalls unfachmännisch geschnitten, daher die kleinen Äpfel), kaufe ich erstmal keinen Dörrautomaten sondern probiere nur die ersten beiden Varianten aus. Selbstverständlich berichte ich. (^.^)

Sonntag, 19. November 2017

Häkelmuster - Sternstäbchen

Unser heutiges Muster ist ein Sternenmuster, das herrlich leicht und schnell gehäkelt ist. Hierfür werden in jede dritte Masche im Wechsel eine feste Masche und ein einfaches Stäbchen gehäkelt. dazwischen sind immer zwei Luftmaschen. in der darauffolgenden Reihe, wird auf jedes Stäbchen eine feste Masche und auf jede feste Masche ein Stäbchen gehäkelt. Dazwischen sind weiterhin jeweils zwei Luftmaschen. In den Folgereihen wird das Muster entsprechend fortgesetzt.

Freitag, 17. November 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen

Was ist denn mit das erste, wenn ihr an die klassische altbayrische Küche denkt? Also nach Knödel und Schweinsbraten? Mehlspeisen, oder? (^.^) Wird Zeit, dass ich mich eben auch diesem Kapitel in Erna Horns Rezeptesammlung widme. Immerhin haben sich heutzutage die österreichischen, böhmischen und bayrischen Rezepte heiter vermischt und je nach dem wo man gerade is(s)t, gibt es den Original altbayrischen/österreichischen/böhmischen Apfelstrudel/Palatschinken/Germknödel. Umso gespannter bin ich, als bekennendes Zuckermäulchen auf die alten Originalrezepte aus bayrischen Landen. (^.^)
Wusstet ihr eigentlich, warum sich ausgerechnet in Bayern, Österreich und Böhmen so viele Mehlspeisen entwickelt haben? Als urkatholische Länder hielt man sich selbstverständlich an die Fastengebote der katholischen Kirche und diese besagten immerhin, dass es an gut 150 Tagen im Jahr kein Fleisch geben durfte. Fisch war zwar ok, aber im Binnenland fernab von Meer und Küste eben nicht ganzjährig zu erschwinglichen Preisen verfügbar. Was verfügbar war, waren allerdings Mehl, Eier, Milch, Zucker/Honig und Früchte, die zu immer neuen kreativen Mehlspeisen, also Hauptgerichten, die auch schwer arbeitende Menschen satt und kräftig hielten zusammengemischt. (Es gab übrigens auch deftige Mehlspeisen, die hat Erna Horn allerdings den anderen Kapiteln ihres Büchleins zugeordnet, was mir durchaus entgegen kommt.)