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Donnerstag, 23. November 2017

Obst und Gemüse trocknen

Eine weitere Möglichkeit um Obst und Gemüse aber auch Kräuter zu konservieren, ist das Trocknen. Eine Konservierungsmöglichkeit, mit der ich mich in der Vergangenheit ehrlicherweise absolut gar nicht auseinandergesetzt habe. Das schlicht deshalb weil ich bisher die Not gar nicht hatte. Jetzt, mit unserem Gärtchen haben wir allerdings reichlich Obst und Gemüse, das es schnell zu verarbeiten gilt. Wie in den meisten Gärten, haben wir auch einen Apfelbaum, und wie bei den meisten Apfelbäumen in Privatgärten, trägt auch dieser Früchte mit eher zwergenhaften Wuchs, dafür aber reichlich davon. Nachdem es mir ehrlich zu doof ist, all diese kleinen Äpfelchen zu schälen, um sie dann einzukochen oder um daraus Kuchen zu machen, ich andererseits die Äpfel aber auch zu schade finde, als "nur" Saft oder Gelee daraus zu machen. Daher möchte ich mich nun am Früchte trocknen versuchen.
Dafür gibt es drei grundsätzliche Möglichkeiten: zunächst auffädeln und aufhängen, dann im Backofen trocknen und schließlich das Trocknen im Dörrautomaten. Nachdem wir den Apfelbaum vermutlich nicht behalten werden (unfachmännisch, also zu flach gepflanzt, daher sehr instabil und ebenfalls unfachmännisch geschnitten, daher die kleinen Äpfel), kaufe ich erstmal keinen Dörrautomaten sondern probiere nur die ersten beiden Varianten aus. Selbstverständlich berichte ich. (^.^)

Sonntag, 7. Mai 2017

Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre

Erdbeeren und Rhabarber gehören für mich irgendwie zusammen, klar, dass ich sie auch zusammen das Jahr als lecker Konfitüre überdauern lasse, um so immer wieder den Frühling schmecken zu können.

Man nehme - für 4 Gläser a 220 ml:
375 g nicht ganz vollreife frische Erdbeeren
375 g Rhabarber
250 g Gelierzucker 1:3

Zubereitung:
Die Gläser vorbereiten. Den Rhabarber abziehen, in Stücke schneiden und in ca 10 bis 15 Minuten über Wasserdampf weich dünsten. Die Erdbeeren waschen, putzen, in kleine Stückchen schneiden und in einen großen Topf geben. Den Rhabarber zugeben, den Gelierzucker darüberstreuen und das Ganze 2 Stunden durchziehen lassen. Nach dem Durchziehen die Masse pürieren.
Jetzt die Mischung aufkochen, vier Minuten lang sprudelnd kochen und die Gelierprobe machen. Geliert die Konfitüre, wird sie abgeschäumt und in die bereit stehenden Gläser gefüllt. Diese sofort verschließen und zunächst 15 Minuten auf dem Deckel stehend, dann richtig herum stehend abkühlen lassen.

Die Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre hält sich locker ein Jahr.

Dienstag, 21. März 2017

Soleier

Soleier sind ehrlicherweise nicht ganz so meins, hin und wieder mag ich sie dann aber doch ganz gerne. Entdeckt habe ich sie für mich in Berlin, wobei ich - ganz Auswärtige - dann, wenn die Soleier dem Berliner am besten schmecken, sie nicht mehr mag. (^.^) Ich esse sie quasi unreif, wenn sie anfangen zu stinken, mag ich sie nicht mehr, aber: jedem das Seine... So gehts:


Für ein Glas mit 1,5 Litern Fassungsvermögen:

12 Eier
3 EL Salz
1 TL schwarze Pfefferkörner
2 Lorbeerblätter
2 getrocknete Chilischoten
1 EL Koriandersamen
1 TL Fenchelsamen

Die Eier beidseitig anstechen und hart kochen. Die Eier kalt abschrecken und in das vorbereitete Glas füllen.

Für die Sole 1 Liter Wasser aufkochen, Salz und Gewürze dazugeben. Die heiße Flüssigkeit zu den Eiern gießen, das Glas verschließen und die Soleier ca. 3-4 Tage durchziehen lassen.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei: Quittenleckerle

Quittenleckerle sind ehrlicherweise nichts anderes, als das, was in anderen Landstrichen Deutschlands Quittenkonfekt bzw. Quittenbrot genannt wird, mit dem Unterschied, dass Quittenleckerle in Bayern auf den Plätzchenteller gehören - aber nun gut, recht viel länger haben Quitten ohnehin nicht Saison, als rund um die Advents- und Weihnachtszeit. Der Vorteil an den Quittenleckere: sie sind leicht und schnell gemacht und sie halten quasi ewig. So gehts:

350 g Quitten
2 EL Zitronensaft
125 ml Orangensaft
175 g Gelierzucker 1:1
150 g Zucker für das Mus
50 g Zucker als Dekor

Die Quitten in Würfel schneiden und weich kochen, abkühlen lassen und aus den Quittenstücken die Reste des Kerngehäuses mit einem Teelöffel auskratzen. Zucker und Gelierzucker in einem Topf in Zitronen- und Orangensaft auflösen, die Quittenstücke zugeben, pürieren und nun so lange einkochen, bis das Mus dicklich zäh ist (fährt man mit einem Kochlöffel durch das Mus, bleibt also eine sichtbare "Straße").

Nun wird ein Backblech mit Backpapier ausgelegt und das noch heiße Quittenmus darauf glatt gestrichen. Das Mus kann man nun traditionell mehrere Tage bei Raumteperatur, ggf. in der Nähe einer Heizung trocknen lassen. Alternativ kann man das Quittenmus auch im Ofen trocknen, dafür das Mus bei 80° C Umluft für ca. 3 Stunden im Ofen trocknen. Dabei in regelmäßigen Abständen die Ofentür öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Aus dem nun trockenen Quittenmus Sterne und Herzen ausstechen und diese in Zucker wenden. Weniger verschwenderisch, aber auch weniger schön wäre es, das Mus in gleichmäßige Stücke zu schneiden.

Die Quittenleckerle sind unmittelbar nach Fertigstellung bereits lecker, müssen also nicht noch weiter durchziehen, sie halten sich aber auch mehrere Monate, am Besten in einer Blechdose.

Dienstag, 29. November 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei: Würzburger Marzipan

Das Würzburger Marzipan ist gar kein wirkliches Marzipan, es ist noch nicht mal Marzipan mit drin. Eigentlich sind es Plätzchen, die nach einer Ruhephase von zwei bis drei Wochen zart wie Marzipan werden. Ich selbst kenne das Rezept bisher nicht. Es wird also Zeit es auszuprobieren. (^.^)

Die Zutaten:
500 g Zucker
4 Eier
1 Msp. Hirschhornsalz
600 g Mehl
1 TL gemahlener Anis

So gehts:
Den Zucker mit den Eiern und dem Hirschhornsalz etwa 10 Minuten lang mit dem Rührgerät rühren. Mehl und Anis unterkneten. Den Teig im Kühlschrank etwa 30 Minuten lang ruhen lassen.

Nun den Teig portionsweise ausrollen und in Holzmodeln („Spekulatiusformen“) drücken, herausklopfen und die Ränder glatt schneiden. Die Plätzchen an einem warmen Ort über Nacht ruhen lassen und am nächsten morgen bei 180° C Ober-/Unterhitze in ca. 10 Minuten backen. Die Plätzchen dürfen dabei noch keine Farbe bekommen.

Nach dem Abkühlen in eine mit Pergament ausgeschlagene Blechdose schichten und 2-3 Wochen durchziehen lassen.

Sonntag, 27. November 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei: Zitronenküchelchen

Bei dem Rezept handelt es sich laut Erna Horn um ein original aus dem Jahr 1841 und um ehrlich zu sein - es liest sich so ein bisschen wie Butterplätzchen. So gehts nach meiner freien Übersetzung Anno 2016:

500 g Mehl
250 g Butter
250 g Zucker
abgeriebene Schale von 6 Zitronen
4 Eier
100 g Hagelzucker

Mehl, Butter, Zucker, Zitronenschale, 2 Eier und 2 Eigelb zu einem glatten Teig verkneten und ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig portionsweise ausrollen, Plätzchen ausstechen, mit dem noch übrigen Eiweiß bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen und auf der mittleren Schiene im Ofen ca. 12 Minuten goldgelb backen.

Nach dem Abkühlen in eine mit Pergament ausgeschlagene Blechdose schichten und 2-3 Wochen durchziehen lassen.


Freitag, 25. November 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei: Kammerfensterl

Das Rezept für die Kammerfensterl liest sich eigentlich ganz lecker, allein optisch sagen sie mir nicht zu. Diese Plätzchen sehen nicht nach Kammerfensterln (Schlafzimmfenster) aus, sondern nach Vulkanen kurz vorm Ausbruch. (^.^) Aber gut, an der Optik feile ich im nächsten Jahr, dieses Jahr gibt aber trotzdem schon mal das Rezept:


200 g Mehl
50 Speisestärke
1 Ei
75 g Butter
40 g Zucker
1 TL Backpulver
2 EL Zitronensaft
50 g Hagebuttenkonfitüre
50 g Puderzucker
2 TL Zitronensaft

Mehl, Speisestärke, Ei, Butter, Zucker, Backpulver und Ztronensaft zu einem glatten Teig verkneten und ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig portionsweise ausrollen, Runde Plätzchen ausstechen. In die Hälfte der Plätzchen mit einem Messer ein Kreuz schneiden und die Ecken umklappen (bei mir haben sie sich beim Backen wieder zurückgeklappt). Die andere Hälfte mit Hagebuttenkonfitüre bestreichen und ein eingeschnittenes Plätzchen darauf setzen. Jetzt die Plätzchen der mittleren Schiene im Ofen ca. 15 Minuten goldgelb backen.

Aus Puderzucker und Zitronensaft einen Zuckerguss anrühren und die Plätzchen damit an der Oberseite glasieren. Nach dem Trocknen in eine mit Pergament ausgeschlagene Blechdose schichten und 2-3 Wochen durchziehen lassen.

Montag, 21. November 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei: gefülltes Magenbrot

Das Rezept für das gefüllte Magenbrot hat sich wirklich lecker gelesen und ich habe mich gefreut, es auszuprobieren, doch hat sich einmal mehr gezeigt, dass die Frau mit der riesigen Versuchsküche, Erna Horn, dieses Rezept sehr offensichtlich nicht ausprobiert hat. Immerhin war der Teig eigentlich kein Teig sondern einfach nur ein Brösel- bis Staubhaufen. Um das ganze noch zu retten, habe ich kurzerhand die Füllung untergeknetet, so dass ich jetzt zwar irgendetwas in richtung Gebäck habe, dass magenbrotförmig geschnitten ist, allerdings ist es kein gefülltes Magenbrot. Ich erspare euch daher das Rezept und lasse es dabei bewenden. Hoffentlich schmecken die Dinger nach dem Durchziehen wenigstens halbwegs.

Samstag, 19. November 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei: Kletzenbrot

Kletzenbrot gehört in Bayern zu Weihnachten wie Rauschgoldengel und Strohsterne. Beim Kletzenbrot handelt es sich um eine bestimmte Sorte Früchtebrot, bei dem Kletzen, also getrocknete Birnen, die Grundlage sind. So gehts:


300 g Kletzen (Dörr-Birnen)
4 cl Obstler
200 g Weizenmehl
200 g Roggenmehl
35 g Trockensauerteig
1 Würfel Hefe
200 g getrocknete Pflaumen
150 g getrocknete Feigen
100 g Datteln
150 g Rosinen
150 g Haselnusskerne
100 g Mandeln
1 TL Salz

Die Birnen in eine Schüssel geben, den Obstler dazu geben und soweit mit Wasser auffüllen, dass die Birnen bedeckt sind. Die Birnen so über Nacht einweichen lassen. Am nächsten Tag die Birnen im Einweichwasser ca. 1 Stunde leise kochen, abgießen, das Kochwasser dabei aber auffangen und abkühlen lassen.

Roggen- und Weizenmehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken den Trockensauerteig und 1/4 Würfel Hefe zugeben und mit 100 ml vom Birneneinweichwasser verrühren. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Währenddessen die Mandeln abziehen. Dafür mit heißem Wasser überbrühen und eine Minute darin ziehen lassen, danach abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken, dann lässt sich die Braune Haut ganz leicht abrubbeln. Die Kletzen, Pflaumen, Feigen und Datteln in feine Streifen schneiden. Rosinen, Haselmusskerne und Mandeln zugeben. Die restliche Hefe in 1 EL heißem Wasser auflösen, zu den Früchten geben und vermischen.

Den Brotteig mit weiteren 200 ml Einweichwasser und dem Salz zu einem glatten Teig verkneten und abgedeckt weitere 30 Minuten ruhen lassen. Den Ofen auf 200° C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Nun 350 g von dem Teig abnehmen. Den verbleibenden Teig zur Fruchtmischung geben und gründlich unterkneten. Den abgenommenen Teig in zwei Hälften teilen, zu einer Größe von mindestens 20 cm x 15 cm ausrollen und jeweils die Hälfte der Fruchtmischung darin einschlagen. Das Kletzenbrot mit der Nahtseite (unten schaut noch Füllung raus, das ist ok so) nach unten auf ein Backblech setzen, mit Wasser bepinseln, mehrmals mit einer Gabel einstechen und in etwa 75 Minuten fertig backen.

Das Kletzenbrot nun noch etwa 1-2 Tage Luft ziehen lassen, dann in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 3 Wochen durchziehen lassen.

Montag, 7. November 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei: Münchner Honigkuchen

Die Münchner Honigkuchen haben einen festen Platz auf dem familiären Plätzchenteller. Erna Horns Rezept weicht etwas vom Familienrezept ab, nach dem Elisenlebkuchen-Debakel will ich jetzt aber kein Risiko mehr eingehen und backe daher lieber nach Familienrezept:

Für etwa 50 Lebkuchen:
2 Eier
400 g Zucker
1 EL Vanillezucker
250 g flüssiger Honig
2 TL Zimt
1/2 TL gemahlene Nelken
1 Msp. Muskatblüte
1 Msp. Kardamom
70 g gemahlene Mandeln
70 g Zitronat
70 g Orangeat
50 g weiche Butter
3 EL Zitronensaft
800 g Mehl
2 Päckchen Backpulver
300 g Puderzucker
6 EL Wasser
50 g gehackte Mandeln

Zitronat und Orangeat fein hacken. Die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker weißschaumig rühren, den Honig, die Mandeln, die Gewürze, die Butter, den Zitronensaft sowie Zitronat und Orangeat zugeben und unterrühren.
Das Mehl mit dem Backpulber auf die Arbeitsfläche geben und die Rührmasse unterkneten. Der Teig muss zwar krümelig sein, sollte aber trotzdem binden. Bindet er nicht, nochmal etwas Zitronensaft nachgeben.
Den Teig für ca 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig portionsweise etwa 0,5 cm dick ausrollen und runde Lebkuchen ausstechen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und in etwa 20 Minuten backen. Die Lebkuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Den Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit dem Wasser zu einem Zuckerguss verrühren. Die Lebkuchen damit bestreichen und mit den gehackten Mandeln bestreuen.
Die Lebkuchen nun noch etwa 1-2 Tage Luft ziehen lassen, dann in Blechdosen verpacken und mindestens 3 Wochen durchziehen lassen.

Samstag, 5. November 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei: Nürnberger Busserl

Die Nürnberger Busserl kenne ich bisher nicht, Zeit also sie auszuprobieren. Ausnahmsweise findet sich dazu auch ein brauchbares Rezept in Erna Horns Rezeptsammlung.

Man nehme für 75 Busserl:
500 g flüssigen Honig
500 g Mehl
8 g Hirschhornsalz
4 g Pottasche
2 TL Zimt
1/2 TL gemahlene Nelken
1 Msp. Kardamom
1 Msp. Muskatblüte
Salz
100 g gehackte Haselnüsse
80 g Zitronat
50 g Orangeat
250 g Puderzucker
5 EL Wasser

So gehts:
Den Honig im Wasserbad erwärmen. Das Mehl in eine Keramikschüssel sieben. Hirschhornsalz und Pottasche mit 2 TL Wasser auflösen. Die Mischung sowie den warmen Honig zum Mehl geben und alles miteinander zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abdecken (wer wie ich zur Suppenschüssel greift, nimmt den Deckel, ansonsten reicht auch ein trockenes Tuch) und einige Tage im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Teig am Abend vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zitronat und Orangeat fein hacken. Gewürze, Salz, Haselnüsse sowie Zitronat und Orangeat unterkneten. Den Teig nun zu kleinen Kügelchen formen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen (haltet etwas Abstand, die Busserl gehen etwas in die Breite) und in etwa 20 Minuten backen. Die Busserl auf einem Kuchengitter setzen.
Den Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit dem Wasser zu einem Zuckerguss verrühren. Die Busserl noch warm damit bestreichen.
Die Busserl nun noch etwa 1-2 Tage Luft ziehen lassen, dann in Blechdosen verpacken und mindestens 3 Wochen durchziehen lassen.

Donnerstag, 3. November 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei

Selbstverständlich bietet die traditionelle bayrische Küche auch Rezepte für Weihnachtsplatzl (= ~plätzchen) und selbstverständlich für Lebkuchen und süßes Brot, welches traditionell zur Weihnachtszeit gebacken wurde. Damals noch gab es in der Tat eine Trennung zwischen Weihnachtsgebäck und den normalen Kaffeegebäck, Ja ihr lest richtig, nicht Teegebäck, Tee ist in Bayern nicht so üblich und wer Tee trank, der konnte sich auch kein Gebäck dazu leisten; Tee galt in Bayern als Arme-Leute-Getränk.

Zwar gab es auf dem weihnachtlichen Platzlteller durchaus auch Kaffeegebäck, aber niemals Weihnachtsgebäck unterm Jahr auf der Kaffeetafel. Gut, heute sind die Regeln nicht mehr so streng, einiges an Platzl ist auch einfach viel zu lecker, als sie immer nur zu Weihnachten zu Backen und natürlich zu essen. (^.^) Dieses Jahr halte ich mich im Rahmen meines Kochbuchprojekts aber dran und backe zu Weihnachten nun wirklich nur die höchstoffiziellen alten Rezepte der Weihnachtsbäckerei nach.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Gigantes Plaki - Riesenbohnen in Tomatensauce zum Einkochen und besser als beim Griechen

Die griechische Küche ist eigentlich nicht so meins, schlicht weil die Gerichte viiiiieeeeel zu ölig sind. Benutzt man aber nur etwa ein Zehntel des Öls, schmeckt es ganz gut, so wie bei meiner Version der Gigantes Plaki:

Für 3 Gläser à 500 ml:
500 g getrocknete weiße Riesenbohnen
2 Lorbeerblätter
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
3 Stangen Staudensellerie
5 EL Olivenöl
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
4 EL Tomatenmark
1 TL Zucker
1 TL edelsüße Paprika
Chilipulver
Salz
Pfeffer

Die Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag in einem Sieb abtropfen lassen in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und zusammen mit den Lorbeerblättern etwa 15 Minuten kochen. Den Schaum abschöpfen und weitere 40 Minuten leise simmernd kochen lassen. Nun die Bohnen im Sud abkühlen lassen.

250 ml des Kochsuds abschöpfen, die Bohnen abgießen und abtropfen lassen.

Zwiebel, Knoblauch und Sellerie putzen, schälen und klein würfeln. In einem weiten Topf das Olivenöl erhitzen und das Gemüse darin kurz andünsten. Jetzt die stückigen Tomaten zugeben. Das Tomatenmark im beiseite gestellten Bohnensud auflösen und ebenfalls zugeben und etwa 15 Minuten lang kochen. Nun die Sauce mit Zucker, Paprikapulver, Chili, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Bohnen zugeben und alles zusammen zugedeckt ewta 40 Minuten lang bei schwacher Hitze kochen.
Die Bohnen in die vorbereiteten Gläser füllen und im Backofen bei 90° C ca 30 Minuten lang einkochen. Danach den Ofen ausschalten und die Gläser im Ofen abkühlen lassen.

Zum Servieren kommt ein Glas in eine Auflaufform, wird mit 200 g zerbröckelten Feta bestreut und ca 20 Minuten bei 160° C leicht überbacken.

Freitag, 14. Oktober 2016

Bayrische Kuchl - Süße Beilagen zum Fleisch: Ingwerbirnen

Ich hatte es an anderer Stelle bereits erwähnt; durch die Lage Bayerns in Europa waren schon früh exotische Gewürze und Zutaten verfügbar, so auch beim Ingwer, der in Bayern am liebsten in der Kombination süß-scharf gegessen wird, so wie bei den Ingwerbirnen, die gerne als Beilage zu Rindfleisch oder Wild serviert werden.

So gehts - für 4 Gläser à 500 ml:
60 g Ingwer
1500 g Zucker
750 ml Wasser
250 ml Essig
1500 g Birnen

Den Ingwer schälen und fein reiben. Den Zucker mit dem Wasser, dem Essig und dem Ingwer ca. 20 Minuten knapp unter dem Siedepunkt köcheln lassen.
Die Birnen waschen, putzen schälen, vierteln und das Kerngehäuse ausschneiden. Die Birnen in den Zuckersirup geben und ca. 30 Minuten kurz unter dem Siedepunkt köcheln lassen. Die Birnen im Sud über Nacht abkühlen lassen.
Die Gläser vorbereiten. Die Birnen auf die Gläser verteilen, den Sud nochmal sprudelnd aufkochen, auf die Gläser verteilen und die Gläser sofort verschließen.

Freitag, 23. September 2016

Bayrische Kuchl - Süße Beilagen zum Fleisch: Weinäpfel

Auch Weinäpfel lassen sich wunderbar einkochen, so dass man sie jederzeit parat hat.

Für 2 Gläser à 500 ml:
500 g Äpfel
500 ml Weißwein
1 EL Zucker

Die Äpfel schälen, halbieren und das Kerngehäuse mit einem Teelöffel ausstechen. Die Äpfel mit dem Zucker im Wein etwa 15 Minuten knapp unter dem Siedepunkt kochen. Die Äpfel in die vorbereiteten Gläser füllen und mit dem Kochwein aufüllen. Sofort verschließen und abkühlen lassen.
Serviert werden die Weinäpfel gefüllt mit Burgunderkirschen zu Wildgerichten.

Freitag, 16. September 2016

Bayrische Kuchl - Süße Beilagen zum Fleisch: Burgunderkirschen

Burgunderkirschen als Fleischbeilage kenne ich selbst noch nicht, ich koche daher lieber erstmal weniger ein, für den Fall dass es nicht so lecker sein sollte, porbiert habe ich sie nämlich noch nicht. (^.^) Außerdem musste ich das Rezept etwas anpassen, da es mit Opekta zubereitet wird, was es aber bereits seit den 80er Jahren nicht mehr zu kaufen gibt. Aber: man ist ja flexibel.

Für 5 Gläser à 250 ml
1 kg Weichseln (Sauerkirschen)
1 l Burgunderwein
1 kg Gelierzucker 1:1
2 EL Weinessig

Die Gläser vorbereiten. Die Weichseln waschen und entkernen. Zusammen mit dem Gelierzucker, dem Wein und dem Essig wallend aufkochen und für etwa 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. In die vorbereiteten Gläser füllen, sofort verschließen und abkühlen lassen.

Das wars schon... Wie sie schmecken reiche ich nach, sobald ich ein passendes Fleischgericht zubereite.

Freitag, 9. September 2016

Bayrische Kuchl - Süße Beilagen zum Fleisch

Ja ihr seht richtig, süße Beilagen zum Fleisch. Das essen wir traditionell. Man denke nur an die Preiselbeerbirne zu Wild, die mittlerweile auch ihren Weg über die bayerischen Landesgrenzen hinaus gefunden hat. Viele dieser süßen Beilagen werden eingekocht oder zumindest eingelegt und sie haben jetzt Saison, weswegen ich mich die nächsten Wochen vertiefend den süßen Fleischbeilagen widmen möchte. Ich freue mich schon drauf, ich persönlich mag die Kombination aus süß und deftig nämlich wirklich gerne und es sind einige Rezepte dabei, die ich bisher selbst noch nicht ausprobiert habe. Es wird also auch für mich spannend. (^.^)


Montag, 5. September 2016

Peperonata einkochen

Peperonata ist ein Italienklassiker und sooo unglaublich lecker. (^.^) Peperonata schmeckt sowohl warm als auch kalt, pur oder als Gemüsebeilage zu Fisch oder Fleisch. Püriert auch als Suppe oder - entsprechend reduziert - als Pastasauce. So gehts:

Für 6 Gläser à 500 ml:
2 kg gelbe und rote Paprika
800 g stückige Tomaten
4 Gemüsezwiebeln
125 ml Olivenöl
150 ml Wasser
Salz
Pfeffer
1 Bund Basilikum

Die Gläser vorbereiten. Die Paprikaschoten waschen, vierteln, ausputzen und in etwa fingerdicke Streifen schneiden. Die Zwiebeln schälen und grob würfeln.
Das Olivenöl in einem weiten Topf erhitzen, die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Paprika zugeben, kurz anbraten und mit den Tomaten ablöschen. 1 TL Salz darüber streuen, das Wasser zugießen und zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln lassen.
Den Basilikum hacken und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in die Gläser füllen.

Eingekochtes Peperonata hält sich locker ein Jahr.

Samstag, 27. August 2016

Aprikosenkonfitüre

Ich mag eigentlich keine Aprikosenkonfitüre, hin und wieder brauche ich aber welche zum Aprikotieren von Kuchen und Gebäck. Nachdem gekaufte Aprikosenkonfitüre einfach nur widerlich süß und künstlich schmeckt, mache ich meine Aprikosenkonfitüre selbst, dann schmeckts wenigstens. (^.^)

Man nehme - für 6 Gläser à 220 ml:
1200 g nicht ganz vollreife frische Aprikosen
Saft von 4 Zitronen
400 g Gelierzucker 1:3

Zubereitung:
Die Gläser vorbereiten. Die Aprikosen waschen, putzen, halbieren, entkernen und direkt in einen großen Topf geben. Den Zitronensaft zugeben, den Gelierzucker darüberstreuen und das ganze 6 Stunden durchziehen lassen. Nach dem Durchziehen die Masse gründlich pürieren.
Jetzt die Aprikosenmischung aufkochen, vier Minuten lang sprudelnd kochen und die Gelierprobe machen. Geliert die Konfitüre, wird sie abgeschäumt und in die bereit stehenden Gläser gefüllt. Diese sofort verschließen und abkühlen lassen.

Die Aprikosenkonfitüre hält sich locker ein Jahr.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Senfgurken

Senfgurken sind ein wahrer Einlegeklassiker und gehören definitiv in jeden Vorratsschrank (^.^) So gehts:

Für 6 Gläser à 500 ml:
3 kg Salatgurken (etwa 6 Stück)
2 EL Salz
16 Schalotten
750 ml Weißweinessig
750 ml Wasser
300 g Zucker
3 EL gelbe Senfkörner
6 kleine Lorbeerblätter


Die Gläser sterilisieren. Die Gurken schälen, der Länge nach halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel auskratzen. Die Gurken in etwa 2 cm Stücke schneiden, in eine Schüssel geben, mit 1 EL Salz bestreuen, durchmischen, abdecken und die Gurken über Nacht Wasser ziehen lassen.

Am nächsten Tag die Gurken abtropfen lassen. Die Schalotten schälen und fein würfeln. Den Essig mit dem Wasser, den Schalotten, dem übrigen Salz, dem Zucker, den Senfkörnern und den Lorbeerblättern aufkochen bis sich der Zucker gelöst hat. Den Sud abgießen und die Hälfte davon nochmals erhitzen und die Gurken darin portionsweise einmal aufkochen lassen, herausnehmen und abtropfen lassen.

In jedes Glas 200 g Gurken geben und einige Esslöffel der Schalotten-Gewürz-Mischung zugeben. Den gesamten Essigsud nochmals aufkochen und die Gläser damit auffüllen und sofort verschließen. Die Gläser in den Kochtopf setzen und so hoch mit Wasser füllen, dass die Gläser mindestens zur Hälfte im Wasser stehen. Das ganze jetzt auf 80° C erhitzen, diese Temperatur halten und so 30 Minuten einkochen. Danach werden die Gläser aus dem Wasserbad genommen und kühlen, mit einem Tuch bedeckt, ab.

Senfgirken halten sich mindestens ein Jahr.